Apple gegen den Rest der Welt: Psystar, eBooks, HTC

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HTC kassiert eine Watschn, wie Kollege Miller sagen würde, der Psystar-Prozess gegen Apple findet ein endgültiges Ende und die angeblichen Preisabsprachen zwischen eBook-Verkäufern dürfen weiter untersucht werden. Ein kleiner Überblick über die neuesten Gerichts-Kapriolen des Mac-Machers.

Apple gegen den Rest der Welt: Psystar, eBooks, HTC

HTC-Smartphones in Wartestellung

Fangen wir mit einem Importstopp an. Zumindest bis auf weiteres werden das HTC One X und das EVO 4G LTE am US-amerikanischen Zoll aufgehalten. Die Handelsbehörde ITC hatte im vergangenen Dezember geurteilt, dass HTC etwas Zeit gegeben werden sollte, um die Patentverletzungen seiner Geräte zu beseitigen.

Am 19. April dieses Jahres lief die Frist ab und nun hat der US-Zoll nahezu völlig freie Hand, wie es mit eventuellen Verstößen durch den Hersteller und seine Produkte umgeht.

Zunächst muss in jedem Fall geprüft werden, ob die Auflagen der ITC auch umgesetzt wurden. Das kann eine Weile dauern und da die Vorgaben der Kommission unter strenger Geheimhaltung stehen, weiß niemand so genau, wie lange das sein wird.

Hackintosh ade: Psystar am Ende

Wo wir gerade bei „lange Weile“ (Achtung: nicht „Langeweile“, schön bei der Sache bleiben!) sind: Seit Mitte 2008 laufen die Streitigkeiten zwischen dem Hackintosh-Hersteller Psystar und Apple inzwischen. Das Unternehmen aus Miami bot zunächst Mac-Klone und später Hilfe bei der Installation von Mac OS X auf herkömmlichen PCs an.

Beides wurde auf Bestreben von Apple durch die Gerichte verboten. Auch der Supreme Court der Vereinigten Staaten, die höchste richterliche Instanz in den USA, hat die Entscheidungen nun bestätigt. Ende der Fahnenstange für Psystar.

Sammelklage wegen eBook-Preisen

Weniger angenehm sieht es für Apple derzeit an der eBook-Front aus. Eine Sammelklage gegen Cupertino und diverse Verlagshäuser läuft derzeit vor dem Bezirksgericht New York Süd. Der Vorwurf: Preisabsprachen.

Richterin Denise Cote wies Anträge der beklagten Parteien ab, die Klage abzuweisen. Dafür gebe es zu viele Hinweise auf mögliche Kollusion, also böswillige Zusammenarbeit gegen Wettbewerber. Es gebe handfeste Beweise in der Korrespondenz zwischen den beteiligten Unternehmen, die auf widerrechtliche Absprachen hindeuten.

Das Ziel der Kläger: Entschädigung für zu hohe eBook-Preise, die aufgrund der Kollusion zustande gekommen sind. Ein genaues Datum für die Verhandlung wurde in New York bislang nicht anberaumt. Das Verhalten Apples und der Verleger wird außerdem in Kanada und von der Europäischen Kommission genauer unter die Lupe genommen.

(via The Verge, CNET, AppleInsider)

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