Apple gibt Marschroute bei Mitarbeiterversammlung bekannt.

Bernd Korz

Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall, und Steve Jobs scheint gerade auf einem der absoluten Höhenflüge unterwegs zu sein. So gab er bei der internen Mitarbeiter- Versammlung bekannt, wo das Unternehmen hingeht und welche Wege eingeschlagen werden für 2010.

Innovative Querdenker sind für die IT Branche das Salz in der Suppe, ohne sie wäre die Zukunft gar nicht denkbar. Erst deren Mut und Weitsicht, macht die Zukunft so spannend. Selbst in der Filmbranche sind es Menschen wie Gene Roddenberry oder Steven Spielberg, die schon im Vorwege die Zukunft prägen.

Es gibt da so einige “quasi Standards”, die sicherlich vielen von uns ein Dorn im Auge sind, die zwei schlimmsten dürften ohne Zweifel das .doc Format von Microsoft und Flash aus dem Hause Adobe sein. Die Formate sind schlecht ausgearbeitet und bringen sehr viele Probleme mit sich. Es ist sogar so schlimm, dass die Menschen sich daran gewöhnt haben und daher sehr zögerlich an Alternativen gearbeitet wird.

Adobe sieht sich nun in Steve Jobs seiner eigenen Hochnäsigkeit gegenüber gestellt. Das Unternehmen hat schon damals horrende Summen von kleinen Unternehmen verlang um deren FlashPlayer auf andere Plattformen zu portieren. Bekommt das Unternehmen nun dafür die Quitting?

Hochmut kommt vor dem Fall, dieser Spruch passt auf Adobe wie die Faust aufs Auge, aber nicht nur zu Adobe! Auch Apple scheint langsam zuviel Frischluft bei all dem Höhenflug zu bekommen und setzt nun selbst die Route für die nächsten Jahre. Apple sagt: “Flash braucht keiner mehr.” Und verbannt es kurzerhand aus deren mobilen Endgeräten, wie das iPhone

Jüngst sah man die Präsentation des iPad und auf den vorgeführten Webseiten, fand sich dieses nette blaue Quadrat mit dem weisen “?” darin. Dies bedeutet schlicht weg, dass Apple auch mit dem iPad das Flashformat nicht unterstützen wird. Und Steve Jobs legt nun auch noch einmal direkt nach. In der Mitarbeiter-Versammlung lies er keinen Zweifel daran, was er von Flash hält: “Flash wird sehr bald vom Markt verschwinden und durch HTML5 ersetzt werden. Wir werden hier also keine Manpower mehr verschwenden, es ist träge und zu anfällig und verschlingt Unmengen an Ressourcen.”.

Und wo Jobs schon einmal oben schwebt, lässt er noch einen giftigen Pfeil heruntergleiten, dieses Mal in Richtung Google und deren Android “Das nächste iPhone wird ein A+ Update erhalten, bei dem das Android auf keinen Fall Schritt halten können wird.”

Wer macht die Standards? Die Konsumenten? Nicht wenn es nach Steve Jobs geht, er bestimmt was Zukunft hat und was nicht und so sieht er auch Blu-Ray, welches in jedem Laden mittlerweile die Regale bis oben füllt, als ‘unreif’ und noch nicht soweit, dass man einen Blu-Ray Player in seine Geräte einbauen müsse. Jobs: “Die Software ist verheerend und die Verkäufe von Blu-Rays ist bis heute nicht richtig angelaufen.”. Selbst HD, welches eigentlich ausnahmslos 16:9 verwendet scheint noch nicht reif zu sein für Jobs, denn das iPad kann nur 4:3 abspielen.

Und die Mac-Serie? “Die wird einen ‘mächtigen’ Schritt nach vorne machen.”, so Jobs weiter in seiner Ansprache.

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