Apple-Haussprache: Objective-C auf Platz 6 der populärsten Programmiersprachen

Ralf Bindel
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Apple-Entwickler müssen Objective-C beherrschen, wenn sie OS X- und iOS-Apps bauen und am Apple-Erfolg teilhaben wollen. Lange Zeit galt die schwierige Sprache als größter Hinderungsgrund für die Unterstützung der Apple-Betriebssysteme. Jetzt ist Objective C auf den sechsten Platz der weltweit populärsten Programmiersprachen vorgerückt.

Das gute alte Objective-C, die Haussprache für Apple-Programmierer, die mit Xcode Apps für iOS und Mac OS X bauen, spiegelt das Wachstum der Apple-Welt wider. In den Tiobe-Charts hat sich die Sprache auf einen guten sechsten Platz hochgearbeitet, mit weiterem Trend nach oben.

Der Tiobe Index listet die weltweite Verbreitung von Programmiersprachen auf. Erzeugt wird das Ranking über die Abfrage großer Suchmaschinen, in dem qualifizierte Entwickler, Kurse und Drittanbieter gezählt werden. Die Aufnahme in das Ranking gelingt nicht jeder Sprache: Sie muss Turing-Vollständig, also universell ausführbar sein. Html, XML und SQL gehören nicht dazu.

Java, C, C++, PHP und C# aber schon – und sie stehen in dieser Reihenfolge auf den ersten fünf Rängen vor Objective-C, allerdings stagnierend. Java und C mit massiven Anteilen von knapp 20 und 17 Prozent.

Auch wenn das Ganze keine Aussage darüber ist, wie viele Programmzeilen in Objective-C wirklich in der Welt unterwegs sind oder programmiert werden, so zeigt die Aufstellung doch sehr schön das Wachstum der “Apple-Sprache” an.

Seit 2006 ist die Verbreitung von Objective-C stetig und rasant gewachsen. Vor fünf Jahren noch auf dem 40. Platz hat sie sich im August 2011 auf den sechsten hochgearbeitet. Das Wachstum zeigte sich jedoch erst Mitte 2009 im Index. Ein Jahr zuvor öffnete Apple den iTunes App Store für iOS-Apps.

Die Fokussierung von Apple auf die objektorientierte Sprache ist auch ein Werk von Steve Jobs. Nach seinem Weggang von Apple startete er NeXT und linzensierte 1988 Objective-C vom Inhaber StepStone für NeXTSTEP-Betriebssystem-Entwicklungen. Übrigens: Auch das GNU-Projekt startete mit dem freien Klon von NeXTSTEP, basierend auf OpenStep.

Als Apple 1996 Jobs Firma NeXT übernahm, nutzte es OpenStep für sein neues Betriebssystem, Mac OS X. Das enthielt auch die Objective-C-basierende Entwicklungsumgebung Procect Builder, aus der später Xcode wurde, das Werkzeug für Objective-C-Apps für iOS und OS X.

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