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Apple im Q3/10 mit weiteren schwindeleregenden Zahlen

Bernd Korz

Gestern hatte Apple seine Quartalszahlen für das dritte Quartal 2010 veröffentlicht. Die Zahlen sind – was nicht anders zu erwarten war – schwindelerregend und dürften für viel Neid in der Konkurrenz (besonders Microsoft gesorgt haben. Überall wird die angebliche Krise durch das Antennenproblem direkt heruntergespielt, wobei dieses im Quartal 3 gar keinen relevanten Impact gehabt haben dürfte, also erst für das Quartal 4/2010 eine Relevanz haben dürfte.

Nichts desto trotz hat Apple wieder so stark zugelegt, dass man Jobs und seinem Unternehmen nur neidlose Anerkennung geben muss. Zunächst einmal ist es interessant, wie sich der Umsatz verteilt hat:

Hier kann man schon erkennen, welche starte Rolle die mobilen Endgeräte (iPad, iPhone, iPod) bei Apple spielen, sie machen den Großteil des Umsatzes aus. Aber auch die “nur” 4% an Software sind beeindruckend, wenn man berücksichtigt, dass diese ungleich weniger kostet als die Macs und iPads. Da sind die 4% eine beachtliche Zahl.

An Umsatz kann Apple US$ 15.7 Milliarden ausweisen, was ein Wachstum von 61% gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutet. Nebenei ist die damit auch das größte Quartalswachstum in der Geschichte von Apple. Aus den 15.7 Mrd ergibt sich ein Nettogewinn von erstaunlichen US$ 3,25 Mrd, was US$ 3,51 je Apple Aktie ausmacht. Dieser Gewinn selbst dürfte eine Seltenheit sein für Aktionäre. Die Bruttogewinnspanne ergibt daraus 39,1%.

Apple geht mit seinen Kunden im Ausland nicht so “nett” um wie mit den Kunden aus den USA. Egal wo in der Welt, man hat zu warten, bis die Kunden vor der Haustüre befriedigt sind und erst wenn die Spitze dort abgearbeitet wurde dürfen auch in anderen Ländern die Kunden ein iPad oder ähnliches erhalten. Trotzdem sind 52% der Umsätze in eben den anderen Ländern erzielt worden.

An Macs hat Apple mit 33% Zuwachs gegen über den Vorjahresquartal 3,472.000 Geräte an die Kunden ausgeliefert, dabei konnte die Zahl der iMacs nur leicht gesteigert werden. Die portalblen Endgeräte, also die MacBooks haben dafür einen riesen Sprung gemacht. An iMacs hat Apple ca. 1 Million verkauft, der Rest waren die Laptops.

In Sachen mobiler Endgeräte konnte Apple zwar im Vergleich zum Vorjahresquartal 61% Zuwachs verbuchen und 8.398.000 iPhone verkaufen, jedoch ist hier ein Einbruch zu verzeichnen, erstmals seit dem Q1/09 sind die Zahlen hier rückläufig. In den verkauften Geräten sind 1.7 Millionen iPhone 4 verzeichnet. Hier muss Apple also tatsächlich langsam Federn lassen.

Was das iPad angeht, so hat man mittlerweile 3.270.000 Geräte (in allen drei Ausführungen zusammen) an seine Kunden ausliefern können. Hier wäre sicherlich noch mehr gegangen, aber die Produktion kann nicht mehr als diese Zahlen bisher liefern.

Nicht nur beim iPhone muss Apple erste Rückgänge hinnehmen, auch der iPod wird immer weniger interessant. Zwar konnte man beim iPhone im Vergleich noch unglaublich zulegen zum Vorjahr, und nur die letzten Monate mit weniger Verkäufen kämpfen, da sieht es beim iPod anders aus. Im Vergleich zum Vorjahresquartal hat man einen Einbruch von 8% zu verbuchen.

Apple gibt an, dass es ein phänomenales Quartal war welches alle Erwartungen ausnahmslos übertroffen habe und auch den in der Firmengeschichte erfolgreichsten Launch eines Produktes – dem iPhone 4 – beinhalte. So habe auch das iPad einen unglaublichen Start hingelegt. Mehr Menschen als je zuvor legen sich einen Mac zu und es werden dieses Jahr noch einige “amazing” Produkte zu erwarten sein.

Oppenheimer ergänzt hierzu, dass man sehr zufrieden sein mit den US$ 4 Milliarden, die man in diesem Quartal erwirtschaftet habe und erwartet für 2010 einen Umsatz von etwa US$ 18 Mrd und damit einen Gewinn je Aktie von US$ 3,44.

Apple hat damit ein Barvermögen von unglaublichen US$ 45.8 Mrd, die Umsatzeinbuße für das iPhone 4 Antennenproblem schätzt Apple auf US$ 175 Mio ein. Was die Nachfrage an iPads angeht, kann Apple keine Antwort geben ob und wie man diesem Druck nachkommen kann. Den Datacenter in North Carolina wird man ende 2010 fertiggestellt haben.

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