Apple in China: Kampf gegen Plagiat und Schwarzmarkt

Florian Matthey
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Apple möchte weiter auf den chinesischen Markt vordringen – und kämpft massiv gegen Hersteller von Kopien von Apple-Produkten sowie den Schwarzmarkt des Landes. Der Smartphone-Hersteller Meizu muss wegen Apple den Verkauf seines iPhone-Klons M8 einstellen, Kunden des echten iPhones müssen sich vor dem Kauf mittlerweile separat anmelden.

Ein Eintrag im Forum Meizu Me erklärt, dass Verhandlungen zwischen Meizu und Apple zu keinem Ergebnis kamen. Apple habe daraufhin das Intellectual Property Office des chinesischen Staats angerufen, um den Verkauf des Meizu M8 zu untersagen. Apple meint, dass das Smartphone das geistige Eigentum des Unternehmens verletze. Ursprünglich soll Apple nur beabsichtigt haben, die Produktion des M8 zu unterbinden, nun ist es Meizu aber auch untersagt, das Gerät weiter zu bewerben und die bereits hergestellten Exemplare zu verkaufen.

Das “echte” iPhone 4 ist seit September offiziell in China erhältlich. Aufgrund der hohen Nachfrage blüht der Schwarzmarkt, so dass Apple auch hiergegen Maßnahmen trifft: Chinesische Kunden müssen sich vorab auf Apples Seite registrieren, um ein iPhone 4 oder iPhone 3GS zu kaufen und einen Termin für die Abholung vereinbaren. Auch darf jede Person nur ein iPhone pro Tag kaufen.

In Taiwan zeigt sich derweil am iPad, was für Ausmaße Schwarzmarkt-Verkäufe annehmen können: Auf der Insel sind iPads noch nicht offiziell erhältlich, ein Verkauf ist bis zur Freigabe durch die Regierung nicht erlaubt. Dafür lassen sich online bereits iPad-Hüllen bestellen – für rund 33.000 Taiwan-Dollar, umgerechnet rund 700 Euro. Dafür gibt’s vom Verkäufer kostenlos ein iPad zur Hülle dazu.

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