Apple-Investor Carl Icahn steigt wegen China-Sorgen aus

Florian Matthey
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Der Milliardär Carl Icahn, der vor einigen Jahren als vergleichsweise großer Investor bei Apple einstieg und medienwirksam Auszahlungen an Aktionäre forderte, hat seine Anteile am Unternehmen verkauft. Als Grund nennt er vor allem zukünftige Risiken in China.

Apple-Investor Carl Icahn steigt wegen China-Sorgen aus

Carl Icahn stieg Mitte 2013 als Aktionär bei Apple ein, Anfang 2014 besaß er bereits ein Prozent aller Apple-Aktien – was bei einem Unternehmen dieser Größe vergleichsweise viel ist. Direkt nach seinem Einstieg begann Icahn höhere Auszahlungen an Investoren zu fordern, unter anderem durch einen verstärkten Aktien-Rückkauf. Hierfür tauschte er sich auch mehrmals mit Apples CEO Tim Cook aus.

Apple hatte unter Cooks Führung bereits im Jahr 2012 mit Rückzahlungen an Aktionäre begonnen. Sein Vorgänger Steve Jobs hatte Dividende und andere Rückzahlungen stets abgelehnt, Cook brach dann aber tatsächlich mit dieser Tradition. Nach Icahns Forderungen weitete Apple das „Programm“ tatsächlich aus.

Drei Jahre später verkündet Icahn gegenüber CNBC, dass er alle seine Apple-Aktien verkauft habe – kurz nachdem Apple erstmals seit 2003 ein Umsatzminus im Vergleich zum Vorjahresquartal verkünden musste. Icahn betonte allerdings, dass Apple eine „tolle Firma“ sei und Cook „tolle Arbeit leistet“.

Der Grund, warum er sich von seinen Anteilen verabschiedet, liegt in einem Faktor begründet, den auch Cook nur bedingt beeinflussen kann: Der Investor sorgt sich über die Einstellung der chinesischen Regierung zu Apple. Diese hatte das Unternehmen in jüngerer Vergangenheit stets besser behandelt als viele andere amerikanische Firmen. Zuletzt ordnete sie aber plötzlich die Schließung des iTunes-Film- und iBookstore in dem Land an. Einige Beobachter sehen das als Anzeichen dafür, dass die Regierung dem Mac-, iPhone- und iPad-Hersteller nicht mehr so wohl gesonnen ist.

„Man macht sich ein bisschen – vielleicht auch mehr als ein bisschen – Sorgen über Chinas Einstellung“, so Icahn. Die Regierung könnte sich einfach dafür entscheiden, es sehr schwierig für Apple zu machen, „dort zu verkaufen“. Sollte sich die Lage stabilisieren, würde er aber wieder bei Apple einsteigen.

Icahn berichtet, mit Apple-Aktien insgesamt rund zwei Milliarden Dollar Gewinn gemacht zu haben. Die Aktie selbst hält er weiterhin für „günstig“.

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