Apple is watching you? - Das iPhone-Tracking ist ein alter Hut

Tobias Heidemann
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So geht es weltweit durch die Medien: Big Brother Apple speichert Bewegungsprofile von iPhone- und iPad-Nutzern. Die Nachricht vom iPhone-Tracking ist jedoch ein alter Hut. Was speichert Apple nun genau und wie kann man als iOS-Nutzer seine Daten vor dritten Schützen? GIGA taucht in die "Spionage"-Affäre ein und klärt auf.

Apple is watching you? - Das iPhone-Tracking ist ein alter Hut

Apple ist böse, denn Apple speichert Eure Daten! Aber worum geht es denn hier und warum regt sich die gesamte Presse so geballt auf? Im Grunde geht es darum, dass Apple-iOS-Geräte (iPhone und iPad) die Lokalisierungsdaten auf dem Gerät und auch auf den jeweiligen Computern anonym speichern. An den Konzern werden die “Bewegungsprofile” nicht weitergegeben. Der Fehler von Apple liegt schlicht und ergreifend darin, dass die Daten auf den Computern unverschlüsselt sind – und jemand, der Zugriff auf den Computer hat, kann sich diese Daten beschaffen. Die gespeicherten Daten zeigen auch “nur”, wo das Gerät war und welche technischen Bedingungen (Funksignal, Magnetfeld und Kompassdaten) an dem Ort vorgeherrscht haben. Weitere persönliche Daten, wie z.B. welche Telefonnummer an den Orten angerufen worden, oder welche Dienste genutzt wurden, sind hier nicht hinterlegt.


iPhone-Tracking: Was speichert Apple?

Apples iPad und iPhone verwenden zur Positions-Ermittlung einen sogenannten A-GPS-Dienst, Assisted GPS. Bei diesem Verfahren wird die Position nicht durch einen eigenen GPS-Chip ermittelt, sondern es werden die Daten von WiFi- und Mobilfunknetzen bzw. Funkzellen genutzt, um die Position zu ermitteln. Laut unserem Kollegen Ben Miller von BenM.at sind die dargestellten Daten hauptsächlich “Pings” an diese Funkzellen. Auch sollen diese Daten nur dazu genutzt werden, um zukünftige Lokalisierungen zu verbessern bzw. zu beschleunigen. iOS-Geräte-Besitzer, die ihr Gerät mit einem Mac-Computer synchronisieren, können sich mit dem kostenlosen Tools von O´Reily auch die Daten selbst auf einer Landkarte anschauen.

Die große Panik wird dann ausgelöst, wenn einer diesen Fehler herausfindet und publik macht. Wie beim Spiel Stille Post wird dann der Fehler immer gewaltiger, und jeder fängt an mit erhobenen Zeigefinger auf den Hersteller los zu gehen. Böser Apple!


Seltsam ist nur, dass schon im vergangenen Jahr Apple dem amerikanischen Repräsentantenhaus schriftlich dargestellt hat, welche Daten gespeichert werden. Seltsam ist auch, dass in der Datenschutz-Klausel bei Apple auch erwähnt wird, dass Lokalisierungsdaten gespeichert werden. Seltsam ist auch, dass theoretisch jeder Mobilfunk-Netzbetreiber solche Daten sammeln kann. Theoretisch könnten diese Anbieter eure Bewegungsmuster anhand der Funkzellen tracken. Theoretisch könnten auch alle Navigationsgeräte-Hersteller euch tracken. Die Liste könnten man sicher noch weiterführen und auch auf andere Smartphone- und die jeweiligen Betriebssystem-Hersteller ausweiten. Der Vorteil von diesen möglichen “Spionen” anderer Firmen ist, dass von denen noch nichts an die Öffentlichkeit gekommen ist.

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