Apple Jahresrückblick 2012: die Skandale

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Wir Menschen regen uns gerne auf. Um das festzustellen, müssen wir nicht erst in die Wohnzimmer schauen. Es reicht ein Blick in die Leserkommentare einer beliebigen Webseite – zum Beispiel GIGA. Apple hat uns 2012 einige Aufreger beschert. Ein Blick zurück:

Apple Jahresrückblick 2012: die Skandale

Es war – wieder einmal – ein erfolgreiches Jahr für Apple, haben wir bereits resümiert. Ohne Skandale ist die Edelschmiede von Smartphones und Laptops dennoch nicht durch 2012 gekommen. Acht kleinere und größere Aufreger:

Nur ein Albtraum? Preissprung bei Apps, Software & Magazinen

 

Verschlafen reiben wir uns die Augen, am Morgen des 26.10.2012. Irgendetwas stimmt mit dem App Store nicht, die Preise sehen so ungewohnt aus. Apple benutzt in seinen feste Preisstufen – zum Beispiel 79 Cent oder 7,99 Euro. Über Nacht wurden daraus 89 Cent beziehungsweise 8,99 Euro.

Heißt: Ab sofort zahlen wir in Europa (nicht USA) 10 bis 20 Prozent mehr! WhatsApp kostet 10 Cent mehr, Final Cut Pro X sogar 30 Euro mehr.

Ok, die Preissteigerung könnte man vielleicht noch irgendwie mit höheren Steuern, dem Eurokurs, der allgemeinen Preissteigerung oder sonst was rechtfertigen. Manche nervt eher die “Hochnäsigkeit” des Store-Betreibers. Denn selbst Inhalte-Anbieter und Entwickler wurden im Vorfeld nicht benachrichtigt. Eine Folge: Manche Zeitschrift kostet plötzlich im App Store mehr, als die Print-Ausgabe am Kiosk.

Na, ein bisschen werden sich die Entwickler über unerwartete Mehreinnahmen schon gefreut haben. Wir dagegen haben uns wohlgedrungen an die neuen Preise gewöhnt und hoffen, dass wir dadurch (weiterhin) gute Software bekommen.

Stadt, Land, Fluß mit Apple-Karten

 

Wenn ein Autofahrer in einen Fluß fährt – wer trägt die Schuld? Der Autofahrer? Der Fluß?

Keiner von beiden, sondern immer das Navigationssystem. Das wissen wir, so lange es Flüsse Navigationssysteme gibt. Wenn sich Apple nun auf dieses unsichere Terrain einlässt – selbst schuld!

Apple hat mit iOS 6 Google Maps vom iPhone geworfen. Jene App, die uns im Groß- und Kleinstadtdschungel den rechten Weg weist. Statt der Landkarten bekamen wir einen Apple-Dienst mit Navigation und 3D-Satellitenbildern. Schick, schick! Doch was hilft es, wenn Welt und App nicht übereinstimmen? Die Polizei in Australien hält ihre Mitbürger und Besucher für ziemlich doof und spricht eine Warnung vor der Karten-App aus. Der Rest der Welt ist entweder von den Fehlern nicht betroffen, schimpft vor sich hin oder kümmert sich um Verbesserungen.

Was macht Apple? Entschuldigt sich (Sensation!), feuert einen Manager und passt die Welt der Karten-App an. Angeblich. Nicht umgekehrt. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Patentstreitigkeiten: Bis einer weint.

 

Apple und Samsung bieten gemeinsam auf Kodak-Patente, so eine Meldung vom August. Eine Liebesheirat brauchen wir dennoch nicht befürchten. Denn die beiden Unternehmen streiten sich 2012 – obwohl Samsung (noch) Apple-Zulieferer ist – ordentlich um Design, Produkte und Patente. Das schreibt amüsante Blüten wie

  • Samsung: “Wir haben Multitouch nicht von Apple geklaut, unser Multitouch ist schlechter.”
  • Apple: “Stimmt nicht, euer Multitouch ist nicht schlechter.”

oder:

Der eigentliche Skandal an der Sache ist, dass die beiden Parteien nicht endlich mal auf einen Nenner kommen, ihre Kriegskassen zur Innovationsförderung umfunktionieren und perfekte Produkte entwickeln. Am besten natürlich ohne (unlizensierten) Ideenklau.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte? Nö, die beiden Unternehmen sind mehr denn je die Top-Smartphone-Anbieter.

Um Gottes Willen, kein iPad 4!

 

Ruhig Blut, Leute, ruhig Blut. Da erscheint das iPad in der 4. Generation, ein kleines und vor allem überraschendes Hardware-Update. Und was machen einige Apple-Anhänger? Sie regen sich auf. „In der Fan-Gemeinde kam die Ankündigung des neuen iPads nicht gut an“, stellt N24 fest, als der Nachrichtenkanal mich interviewt, „denn das iPad 3 ist jetzt veraltet oder man muss sich ein neues Tablet kaufen.“
Tja, was will man dazu sagen? Das iPad 3 ist ein halbes Jahr alt – egal, ob es ein neueres gibt oder nicht. Und keiner muss sich die neueste Generation kaufen.

Ich hoffe, dass das nächste iPad schon wieder im Frühjahr erscheint. Nicht, weil ich jemandem einen Herzkasper wünsche. Sondern weil ich dann gerne mein Tablet update. Uups, ich habe noch ein iPad 2. Und es ist gut!

Seite 2: zerkratzte iPhone 5, Foxconn, iTunes, Mac Pro

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Weitere Themen: mac-pro, iTunes, iOS 6, iPhone 3GS, iPad Air, Fingerabdruckscanner, iPad maxi, iPod Touch 4, Apple TV 2, Samsung


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