Apple-Skandale 2012: iPhone 5, Foxconn, iTunes, Mac Pro

 

iPhone 5 kratzt am Apple-Image

 

Neben Tablets hat Apple 2012 ein hübsches Smartphone veröffentlicht, nur: Man muss es mit Samthandschuhen anfassen. Sonst ist es schnell ein Kratzophon. „Scuff Gate“ oder „Scratch Gate“ wird das Problem genannt, nämlich dass die Farbe des iPhone 5 an den Ecken des Aluminiumgehäuses abbröselt. „Das ist bei Aluminium ganz normal“, antwortet Phil Schiller, Marketing-Manager bei Apple. Eine Antwort, die wahrscheinlich die wenigsten der iPhone-5-Käufer zufrieden stellen dürfte. Schließlich haben sie für ihr neues Smartphone mindestens 679 Euro auf den Tisch gelegt.

Damit nicht schon schadhafte Geräte die Lager verlassen, werden die Qualitätskontrollen verschärft – was wiederum zu Lieferverzögerungen führt.

Aufsässige Mitarbeiter versus 5000 Polizisten

 

Womit wir bei den Qualitätsanforderungen an den Hersteller wären. Apple lässt das iPhone 5 von Foxconn in China produzieren. Und dessen Mitarbeiter gehen im Oktober in den Streik, wegen zu hoher Qualitätsanforderungen.
Während hier die Mitarbeiter mit dem eigenen Management im Clinch liegen, legen sie sich Anfang des Jahres mit dem ruppigen Sicherheitsdienst an. 5000 Polizisten müssen die Situation schlichten. iPhone 5 bauen? Nee, dann doch lieber Jeans verkaufen.

Aber: Seit diesem Jahr haben wir erstmals das Gefühl, dass Apple an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen arbeitet: Im Herbst gibt es eine Lohnerhöhung bei Foxconn – vermutlich dank direkter Beteiligung Apples. Und ab nächstem Jahr soll ein Mac direkt in den USA produziert werden.

iTunes 11: Die Geschichte von der verloren gegangenen Seitenleiste

 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, Apple ist ein fortschrittliches Unternehmen. Anfang Dezember erdreistet sich der Konzern doch tatsächlich, iTunes einer Frischzellenkur zu unterziehen. Dabei ändern die Entwickler nicht nur das Design, sondern streichen glatt die Seitenleiste und Cover Flow.
Mir ist das ziemlich schnuppe, weil die Seitenleiste bei Bedarf wieder angeschaltet werden kann und ich Cover Flow eh nicht benutzte – zu unübersichtlich. Manche, die die Ansicht gerne nutzten, sind ein bisschen traurig. Und ein paar Leute steigen auf die Barrikaden und singen ihr Lied vom Niedergang Apples. Bis ihnen jemand sagt, wie man die Seitenleiste wieder einschaltet.

Da die Apple-Welt offensichtlich keine größeren Probleme hat, ist dies der zweite große iTunes-Skandal. Den ersten gab es mit der Veröffentlichung von iTunes 10 und der Icon-Änderung von bunt auf grau.
Wie glücklich wir uns Angesichts dieser Probleme doch schätzen können.

Etwas weniger spitz formuliert: Änderungen an iTunes sind immer kritisch, da viele Nutzer der Software ihr Heiligtum – die Musiksammlung – anvertraut und viel Zeit in die Pflege investiert haben. Änderungen erschrecken. Aber ich muss sagen, ich komme mit iTunes 11 recht gut aus!

Was lange währt, wird – egal wie, Hauptsache ein Mac Pro!

 

Man könnte es fast als „entgegengesetzte Strategie“ zu iTunes beschreiben, was Apple mit dem Mac Pro treibt. Der schon fast totgeglaubte Highend-Rechner von Apple erhält auch dieses Jahr wieder kein Update. Zumindest nichts, was man wirklich als Update bezeichnen könnte. Nur als ein Kitzeln: “Guggug, ihr wollt mich immer noch! Aber jetzt bin ich noch teurer! Und hab noch nicht mal Thunderbolt!”

Es dauert nicht mehr lange, und die iPads sind leistungsfähiger als die einstigen Arbeitstiere. Einziger Mehrwert der Macs gegenüber den Tablets: Der Mac Pro steht ohne Ständer auf dem Fußboden.

Apple lässt also die Anwender so lange auf ein neues Modell warten, bis völlig Wurst ist, was da erscheint. Hauptsache, es erscheint irgendetwas. Hätte es Apple mit iTunes so gehandhabt, hätte das Unternehmen einen Ärger weniger gehabt.

Doch Moment – eine Drohung gibt uns Apple auf den Weg: Im nächsten Jahr wird ein neuer Mac Pro erscheinen.

Na dann – auf ein skandalös interessantes Jahr 2013!

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