Apple kommt zum Hacker-Treffen: Hoher Besuch auf der Black Hat

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Firmeneigene Experten für die Sicherheit auf Apples Plattformen haben sich für eine Konferenz in Las Vegas angekündigt, die das Unternehmen sonst stets mied. Auf dem Event namens „Black Hat“ trifft sich alles, was in der Welt der Software-Sicherheit Rang und Namen hat. Neuerdings auch einige Hersteller.

Apple kommt zum Hacker-Treffen: Hoher Besuch auf der Black Hat

Lange waren die Hacker unter sich. Sie legten Sicherheitslücken offen, zwangen die großen Software-Entwickler mit Exploits und Proof-of-Concepts in die Knie — vor allem aber dazu, ihre Programme auf den neuesten, sichersten Stand zu bringen. Das Verhältnis zwischen Hacker-Gemeinde und den Unternehmen war also nicht immer von Harmonie geprägt.

Im Laufe der Jahre haben sich diverse „Branchengrößen“ aber dazu entschlossen, Präsenz auf der Black Hat oder ähnlichen Konferenzen zu zeigen. Ganz anders Apple. Wie Bloomberg berichtet, habe man, abgesehen von dem einen oder anderen unscheinbaren „Gast“ aus Cupertino, bislang noch nicht einen offiziellen Apple-Redner begrüßen dürfen.

Im Jahr 2008 sollte sich diese Praxis eigentlich ändern. Apple-Mitarbeiter sollten auf der Konferenz über das Sicherheits-Team des Herstellers sprechen. Doch der Vortrag wurde im letzten Moment von der Marketing-Abteilung abgesagt. Man hatte sich offenbar nicht abgesprochen und die Strategen in Cupertino hielten es für keine gute Idee, derartige Informationen an die Öffentlichkeit dringen zu lassen.

Doch dieses Mal sind alle Entscheidungsträger informiert und unterstützen den Auftritt von Dallas De Atley, Manager des Sicherheitsteams. Worüber er genau spricht, ist bislang nicht bekannt. In nur zwei kurzen Sätzen kündigt sich sein Beitrag an. Mehr als ein vages „es werden essentielle Sicherheitstechnologien in iOS besprochen“ gibt es nicht.

Aber auch ohne seitenlange Vorstellung wird es De Atley an Zuhörern sicher nicht mangeln. Allein seine Anwesenheit und die Tatsache, dass er überhaupt etwas sagen darf, sind schon signifikant genug, um viele interessierte Köpfe anzulocken. Schließlich hat Apple sich in der Vergangenheit aus allen Veranstaltungen herausgehalten, die das Unternehmen nicht selbst kontrollierte.

Die Macworld Expo findet seit 2010 ohne den Mac-Macher statt. Andere Messen besucht der Hersteller nicht und zeigt sich nur auf eigens eingeläuteten Pressekonferenzen und natürlich der WWDC — ebenfalls eine Art fünftägiger Gottesdienst. Ob nun Tim Cooks Führungsstil zu einer neuen Offenheit führt, oder dieser Vortrag eher ein Ausreißer ist, bleibt abzuwarten. Vielleicht können wir ja schon bald einen Messestand im Apple-Store-Look bestaunen.

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