Apple ohne Steve Jobs: Analysten wagen Blick in die Zukunft

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Nach dem Tod von Steve Jobs im letzten Jahr glaubten viele Beobachter an ein schnelles Ende des Apple-Erfolges. Bisher lief das Geschäft allerdings weiterhin gut. Zwei Analysten wagen nun aber eine Vorhersage, wie es langfristig ohne Steve Jobs weitergeht – und welche die größten Gefahren für Apple sind.

Apple ohne Steve Jobs: Analysten wagen Blick in die Zukunft

CNN Money hat den Piper-Jaffray-Analyst Gene Munster und seinen Kollegen Horace Dediu von Asymco zu Apples Zukunft befragt. Munster verwies darauf, dass zunächst noch eine von Steve Jobs mitgestaltete “Roadmap” besteht. Auch sei beispielsweise nicht zu unterschätzen, welche Rolle Apples Marketing-Chef Phil Schiller bei Apple spiele: Schiller sei ein “Filter” dafür, welche Produkte das Unternehmen veröffentlicht.

Munster hebt außerdem weitere wichtige Apple-Manager – namentlich den IOS-Chef Scott Forstall und den Design-Guru Jonathan Ive – als Schlüsselpersönlichkeiten für Apples Erfolg hervor. Es sei zu beachten, dass Steve Jobs vor seinem Tod schon lange Zeit krank war. Das Apple-Management habe das Unternehmen auch in dieser Zeit erfolgreich leiten können.

Als größtes Risiko für Apple sieht Munster den iOS-Konkurrenten Android: Zwar seien die Hersteller von Geräten mit Googles Mobil-OS aktuell nicht in einer Position, in der sie das iPhone “töten” könnten. Das Risiko bestehe aber.

Dediu glaubt wiederum, dass für Apples zukünftige Entwicklung entscheidend sei, “ob Apple schon Jobs ist” – ob es Steve Jobs also geschafft habe, seine Philosophie ins Unternehmen zu integrieren. Jobs hatte selbst versucht, eine “Apple-DNA” zu konservieren – unter anderem mit Hilfe der Apple-eigenen Apple University.

Jobs, so Dediu weiter, habe seinen Mitarbeitern beizubringen versucht, dass sie sich nicht fragen, “was Steve Jobs getan hätte”, sondern ob ein bestimmter Schritt der richtige sei. Teil der “Apple-DNA” sei es auch, sich von eigentlich erfolgreichen Produkten zu verabschieden, um Platz für neue zu schaffen. Die Gefahr bestehe darin, dass die Verantwortlichen in Zukunft von diesem Weg abkommen könnten – beispielsweise, wenn “Politik” Überhand nehme.

Munster griff diesen Gedanken auf, um darauf zu verweisen, dass die Mac-Verkaufszahlen zuletzt nicht so berauschend waren: Die NPD Group hatte zuletzt für die Monate April und Mai jeweils ein Minus im Vergleich zum Vorjahr beobachtet, lediglich im Juni, nach der Veröffentlichung neuer MacBooks, habe Apple sich steigern können – aber auch nur um einen Prozent. “Es sieht nicht so aus, als gehe es dem Mac-Geschäft so gut”, so der Analyst. Ein Grund dafür sei das iPad.

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