Apple-Patent: Dünneres USB und Thunderbolt

Sebastian Trepesch
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Wie eine Patentanmeldung zeigt, hat Apple sich Gedanken dazu gemacht, wie Anschlüsse an Computern verbessert werden können. Der Steckplatz könnte dünner werden, die Gefahr von Kratzern und falschem Einstecken reduziert werden – dank “Finger-Kontakten”.

In der Patentanmeldung für  einen dünnen USB-Steckplatz mit reduzierten Fingerkontakten, gefunden von Appleinsider, stellt Apple mehrere Möglichkeiten zur Verbesserung der Anschlüsse vor. Die Steckplätze könnten beispielsweise dünner werden, indem die Schalen entfernt werden. Stattdessen schaffen Stifte die Kontakte zum Stecker, ob an einer oder mehreren Seiten. Bei der Aufnahme von normalgroßen USB-Anschlüssen könnten sie sich leicht auseinanderbiegen, um auf schlanken Geräten die Möglichkeit für die Ports zu bieten. Durch einen Flansch an den Stiften könne der Stecker einrasten.

Das Dokument bezieht sich auf alle Buchsen an Rechnern, wie USB, FireWire oder Thunderbolt (bzw. Mini-DisplayPort im Patentantrag).

Schwer vorstellbar ist, wie Apple einen qualitativ hochwertigen Steckplatz auf dünnen Geräten ermöglichen will, indem sich die Steckkontakte auseinanderformen. Aber: Ein Patent stellt für ein Unternehmen oft eine Absicherung von Ideen dar, und bedeutet noch lange nicht, dass es diese zur Marktreife schaffen.

Vielmehr stellt sich die Frage, warum Apple und Intel bei einer nagelneuen Schnittstelle – nämlich Thunderbolt – nicht von vornherein auf einen dünneren Steckplatz setzten. Die Geräte werden immer flacher (MacBook Air, iPad 2), doch Thunderbolt ist weiterhin so dick wie der Normalstecker von USB. Fraglich, warum den Unternehmen die Kompatibilität mit dem bestehenden Mini-DisplayPort wichtiger war, als dafür einen Adapter zu schaffen und stattdessen der Gefahr vorzubeugen, für dünne Computer unkompatibel zu sein oder ein Steckerchaos vorzuprogrammieren.

USB ist an vielen, auch sehr kleinen, Geräten verfügbar – dafür gibt es zum Leidwesen der Anwender zahlreiche unterschiedliche Stecker. Für die neue Konkurrenz Thunderbolt gibt es aktuell fast noch keine Peripherie – oder man benötigt einen Adapter.

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