Apple-Patent für Brennstoffzellen-Technik

Sebastian Trepesch
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Apple will offensichtlich bei der Energieerzeugung mitmischen: Ein Patent sieht Liquidmetal als Bestandteil einer Brennstoffzelle. Die amorphe Metall-Legierung gilt als besonders widerstandsfähig, kratzfest und leicht. Der Konzern aus Cupertino hat sich die exklusiven Lizenzrechte gesichert.

Brennstoffzellen werden schon seit Jahren als die Zukunft in der Energielieferung angesehen – für Notebooks bis hin zu Autos.

Im Gegensatz zu Batterien speichern sie nicht die Energie, sondern erzeugen Strom aus Wasserstoff. Viele Produkte blieben bislang allerdings im Teststadium hängen: Die Herstellung ist nicht einfach.

Cult of Mac fand ein Patent von Apple, das Kollektorplatten von Brennstoffzellen beschreibt, die aus amorphem Metall hergestellt werden (der Begriff Liquidmetal fällt nicht direkt). Damit könnte Apple in Zukunft verstärkt selbst an der Energieerzeugung mitmischen. Ein eigenes Ladegerät für NiMh-Akkus erschien im Juli 2010. Mit den Geräteakkus von Fremdherstellern hatte Apple nicht immer Glück: Für Akkus von MacBook Pros gab es bereits Rückrufaktionen.

Miniatur-Brennstoffzellen können laut Cult of Mac Handys bis zu 30 Tage ohne Nachladen, beziehungsweise Notebooks über 20 Stunden betreiben. Die im Apple-Patent beschriebene Kollektorplatte wirkt als Katalysator in einer chemischen Reaktion.

Für das eingesetzte Metall hat sich Apple bereits im vergangenen Sommer die Rechte für den Bereich der Verbraucherprodukte gesichert. Liquidmetal ist ein amorphes Metall des Herstellers Liquidmetal Technologies. In US-iPhones ist die Nadel zum Entfernen der Sim-Karte bereits seit längerem aus diesem Material – vermutlich zu Testzwecken.

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