Apple-Patentantrag: Tweets aus Datenbank-Einträgen zimmern

Flavio Trillo
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Ob Job-Suche, Entrümpelungs-Verkäufe oder Sammlungsauflösungen – ein neuer Apple-Patentantrag integriert soziale Netzwerke und andere Nachrichtendienste direkt in das Betriebssystem. Direkt aus einer Datenbank heraus könnten so Meldungen erstellt und an Twitter, Facebook oder via E-Mail versandt werden.

In einem “Message Builder”, also Nachrichten-Baukasten, werden aus Datenbankfeldern gespeiste Bestandteile der Meldung zusammengesetzt. Hierzu könnten etwa Datumsangaben, Bilder, Videos oder Ortsangaben und mehr gehören. Dazwischen kann der Anwender der Beschreibung nach eigene Textelemente setzen. Die Beispieldatenbanken aus dem Patentantrag zeigen neben Adressbuch, Kalender und Fotos auch Einträge mit den Titeln “Job-Suche” und “Autosammlung”.

So könnten in der Datenbank hinterlegte und entsprechend formatierte Informationen mithilfe des Message Builders automatisch E-Mails, SMS-Nachrichten oder Facebook-Status generieren. Auf diese Weise, orakelt PatentlyApple, würde es auch kleineren Unternehmen leichter gemacht, Angebote auf sozialen Netzwerken zu verbreiten. Ebenso könnten Daten aus einem Lebenslauf per Klick zu Portalen wie LinkedIn gesendet werden.

Sendungsbedürftige ohne eigenen Blog wären zudem in der Lage, Freunde über Neuzugänge ihrer Plattensammlung zu informieren. Was Apple mit dieser Technologie genau plant, ist noch nicht ganz klar. Allerdings sieht der Patentantrag die Umsetzung auch in Form eines universellen API vor, ohne eigene Benutzeroberfläche. Theoretisch könnte die Funktion also in allen möglichen Programmen verbaut werden.

Möglicherweise ist dies ein Hinweis auf die systemweite Integration von “social sharing” – die Weitergabe von persönlichen Informationen an den Rest der Welt, unabhängig von der gewünschten Plattform. Twitter, Facebook, LinkedIn könnten demnach ebenso “angefunkt” werden, wie E-Mail-Programme oder SMS-Empfänger.

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