Apple-Patente: Mini-Beamer in Apple-Hardware und neue Multi-Touch-Gesten

Florian Matthey
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Zwei neue Patente aus Cupertino regen die Fantasie zu künftigen Apple-Produkten an. Zum einen wäre da die Erfindung, kleine Video-Beamer in ein iPhone, iPad oder MacBook zu integrieren. Ein anderes Patent beschreibt neuartige und etwas ungewöhnliche Multi-Touch-Gesten.

Video-Beamer mit Interaktionsmöglichkeit

Das Video-Beamer-Patent erinnert an ein Patent aus dem letzten Jahr, in dem Apple ebenfalls die Integration eines Projektors in die eigene Hardware beschreibt – seinerzeit allerdings nur von einem Notebook die Rede. Das neue Patent sieht zusätzlich integrierte Projektoren in Smartphones und Tablets wie dem iPhone und iPad vor und beschreibt auch Interaktionsmöglichkeiten mit dem projizierten Bild: Kameras könnten Umrisse und Schatten erkennen, so dass der Benutzer das Bild durch Handbewegungen beeinflussen könnte.

Mehrere Geräte zusammen könnten dann einen erweiterten Arbeitsplatz bilden: Wer Objekte aus dem vom iPhone projizierten Bild “herauszieht” und in das MacBook-Bild “schiebt”, könnte die Geräte so Daten übertragen lassen. Wie praktikabel ein solcher Mini-Projektor wäre, der sich auch sehr negativ auf den Stromverbrauch ausüben dürfte, sei dahingestellt.

Multi-Touch-Gesten: Löcher graben und Daten auskippen

Das Multi-Touch-Patent ist vor allem angesichts der Gerüchte um eine mögliche Verschmelzung von iOS und OS X interessant. Die neuen Multi-Touch-Gesten sollen dabei helfen, mit grafischen Elementen der Benutzeroberfläche ähnlich wie mit einem Desktop-Betriebssystem verfahren zu können. So soll sich beispielsweise mit einem Finger ein Loch auf dem Display “graben” lassen, in das der Benutzer dann eine Datei per Drag und Drop bewegen könnte. Ähnlich wie über den Papierkorb des Finders ließen sich die Daten so löschen.

Das Herausziehen von Daten über den Bildschirmrand hinaus könnte ebenfalls ein Löschen bewirken – das System würde sie so “schreddern”. Um mehr Dateien auf einem kleineren Bildschirm darstellen zu können, ließen sie sich außerdem auf einem dreidimensionalen “Globus” darstellen. Und wer Dateien von einem Gerät auf ein anderes übertragen möchte, könnte das eine auf den Tisch legen, das andere darüber halten und die Daten so auf das liegende Gerät “auskippen”.

An Kreativität scheint es bei Apple also weiterhin nicht zu mangeln. Wie so häufig scheinen die Ideen aber eher einer Brainstorming-Session zu entstammen als dass es sich bei allen Erfindungen um wirkliche Pläne für zukünftige iOS- oder OS-X-Versionen handelt.

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