Apple-Quartal 1/2013: Analysten befürchten erstes Gewinn-Minus seit neun Jahren

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Wie sieht Apples Zukunft aus? Einige Beobachter glauben kurz vor der Bekanntgabe des jüngsten Quartalsergebnisses, dass dem Unternehmen schwierige Zeiten ins Haus stehen. Aufgrund wachsender Konkurrenz werde erstmals seit langem der Gewinn des Unternehmens zurückgehen.

Apple-Quartal 1/2013: Analysten befürchten erstes Gewinn-Minus seit neun Jahren

Der Guardian widmet der nahen Zukunft des Mac-, iPhone- und iPad-Herstellers einen eigenen Artikel. Am Mittwoch könnte das Unternehmen, so die britische Zeitung, wieder einmal eine Überraschung bekannt geben – allerdings eine negative: Erstmals seit neun Jahren könnte Apples Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückgegangen sein.

Die Zeitung zitiert den BTIG-Analysten Walter Piecyk, der schon im April 2012 dazu riet, die Apple-Aktie zu verkaufen. Im September erreichte das Wertpapier mit 700 US-Dollar ihren bisherigen Rekordwert, seitdem ging es in erster Linie abwärts. Aktuell liegt der Kurs bei exakt 500 Dollar.

Piecyk glaubt zwar, dass Apple erneut ein Rekordergebnis in Sachen Verkaufszahlen einiger Produkte vorstellen wird – im Vergleich zum vierten Geschäftsquartal 2012, das im September endete, werde Apple 80 Prozent mehr iPhones verkauft haben, auch das iPad mini dürfte ein Verkaufsschlager sein. Ein Vergleich mit der Vergangenheit zeige jedoch, dass diese Zahlen ein anhaltendes Problem verdecken.

Zu Zeiten des iPhone 3GS oder iPhone 4 habe Apple noch durchgehend über das Jahr verteilt hohe Stückzahlen des iPhone verkaufen können. Seit dem iPhone 4S zeige sich aber verstärkt der Trend, dass die Verkaufszahlen nach der Veröffentlichung eines neuen iPhone-Modells besonders stark ansteigen, dann aber auch schnell wieder abflachen – einige Monate später habe die Konkurrenz Produkte vorgestellt, die das jeweils jüngste iPhone schon wieder alt aussehen ließen.

Kurz nach der Veröffentlichung eines neuen iPhone sei die Gewinnmarge für jedes verkaufte Gerät aber noch nicht so hoch – auch aufgrund diverser “Kinderkrankheiten”, die zu einer höheren Quote an Rückgaben führen. Beim iPhone 5 entschieden sich relativ viele Kunden aufgrund kleiner Kratzer, die das Gerät schon beim Auspacken hatte, zu einem Austausch ihres Exemplars.

Der Asymco-Analyst Horace Dediu sagt hingegen eine positive Zukunft für Apple voraus. Es gebe verschiedene Gründe, warum Apples Zahlen im ersten Geschäftsquartal 2013 nicht ganz so stark aussehen könnten; beispielsweise sei das Quartal um eine Woche kürzer gewesen als das des Vorjahres. Allgemein werde Apple aber weiter wachsen: Angesichts dessen, dass es sich beim Markt der mobilen Geräte um einen Milliardenmarkt handle, bestehe für Apple noch viel Wachstumspotential. Mit einem günstigeren iPhone könnte das Unternehmen seine Verkaufszahlen noch deutlich steigern – so, wie Apple es zuvor beim iPod und zuletzt beim iPad gemacht habe.

Das Problem sei bei Apple vielmehr die Außenwirkung: Das Unternehmen stelle alle paar Jahre revolutionäre Produkte vor, und jedes Mal wirke es so, als sei der jeweilige Erfolg nicht zu wiederholen. Das sei beim iMac, beim iPod, beim iPhone und beim iPad der Fall gewesen. Eines Tages müsse also ein ähnlich revolutionäres Produkt folgen – möglicherweise der Apple-Fernseher.

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