Apple: Scott Forstalls Weggang bedeutet neue Management-Philosophie

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Die Entlassung von Apples iOS-Software-Chef Scott Forstall ist einem ehemaligen Apple-Mitarbeiter zufolge nicht nur eine personelle Entscheidung – mit der Neustrukturierung ändere Apple die eigene langjährige Management-Strategie. Forstall soll derweil auch deswegen in die Kritik geraten sein, weil sein Team des öfteren “unfertige” Produkte veröffentlichte.

Apple: Scott Forstalls Weggang bedeutet neue Management-Philosophie

Der frühere Apple-Angestellte Matt Drance, der heute den Blog “Apple Outsider” betreibt (via Mac Rumors) spricht von einem “Regimewechsel”: So lange, wie er sich zurück erinnern kann, habe Apple immer verschiedene, voneinander recht unabhängige Teams für einzelne Produkte gehabt – das Apple-II-Team und das Macintosh-Team, das Mac-OS-X-Team und das Classic-Team, die iPod-Abteilung und zuletzt die separaten Teams für iOS und OS X.

Mit der neuen Zuständigkeitsverteilung bestehe eine solche Unabhängigkeit der einzelnen Teams nicht mehr: Jonathan Ive sei nun für Design zuständig – sowohl Hard- als auch Software -, Craig Federighi für Software – iOS und OSX – und Eddy Cue für Dienstleistungen – inklusive Siri und Karten. Die drei Top-Manager müssten nun immer zusammen arbeiten, damit Apple irgendein neues Produkt veröffentlichen kann. Bei Apple müsse es in Zukunft mehr Kollaboration geben, allgemein könnte es über die einzelnen Produkte hinweg so in Zukunft mehr Konsistenz geben.

Der Blogger Om Malik von GigaOm hat derweil seine Kontakte zu Apple-Insidern spielen lassen um mehr über die Hintergründe hinter Scott Forstalls Weggang zu erfahren. Ein Aspekt, so Maliks Kontakte, sei die Tatsache gewesen, dass Apple und vor allem Forstalls Team in den letzten Jahren Produkte nach Zeitplan veröffentlichte – und nicht erst dann, wenn sie wirklich ausgereift waren.

Die berüchtigtsten Beispiele dürften Siri und die iOS-6-Karten sein. Die Konzentration auf den Zeitplan habe auch dazu geführt, dass die Verantwortlichen keine Risiken eingingen, um ein besonders gutes Produkt zu veröffentlichen.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass Apple gestern bekannt gegeben hat, dass sich die Veröffentlichung von iTunes 11 verzögern werde: Ein Apple-Sprecher ließ verlauten, dass sich Apple mehr Zeit lassen wolle, “um es richtig zu machen”.

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