Apple-Servicepartner verklagt Kunden

macnews.de
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Ein griechischer iMac-Anwender wurde in Athen von Systemgraph, einem zertifizierten Apple Servicepartner, verklagt. Der Mann hatte in einem Online-Forum seine schlechten Erfahrungen mit dem Unternehmen beschrieben und soll jetzt 200.000 Euro Schadensersatz wegen Rufschädigung zahlen. 

Einem Bericht bei CNet zufolge brachte Dimitris Papadimitriadis seinen iMac zur Reparatur, nachdem er dunkle Flecken auf dem Display entdeckt hatte. Dort empfahl man eine gründliche Reinigung sowie den Austausch des LCD-Panels im Rahmen der Garantie. So geschah es auch. Doch als Papadimatridis sein Gerät abholen wollte, musste er feststellen, dass der iMac sich in einem fast noch schlimmeren Zustand befand, als zuvor.

Der Monitor war vor lauter Feuchtigkeit fleckig, und das Display wurde offenbar auch nicht ausgetauscht. Bei Systemgraph habe man daraufhin angeboten, eine weitere Reparatur durchzuführen, doch hierauf wollte Papadimitriadis sich nicht einlassen. Er berief sich auf die durch EU-Recht gewährte Möglichkeit, bei einem Mangel statt Reparatur auch Ersatz in Geld oder ein gänzlich neues Produkt zu fordern. Dies wiederum lehnte das Unternehmen mit der Begründung ab, er habe den Rechner nicht dort gekauft.

Schließlich sah der Kunde sich gezwungen, einen Verbraucher-Ombudsmann einzuschalten und seine Erfahrungen in einschlägigen Foren im Internet zu verbreiten. Dadurch fühlte Systemgraph sich an der Ehre gepackt und verklagte Papadimitriadis wegen Rufschädigung. Man sei enttäuscht von der aggressiven und unhöflichen Art, welche der Kunde an den Tag gelegt habe. Nun wird ein Richter entscheiden müssen, ob die Beschwerden im Interner über mangelnden Service einen Anspruch auf Schadensersatz entstehen ließen.

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