Apple spart durch Verschuldung insgesamt 9,2 Milliarden Dollar Steuern

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Apple nimmt Schulden auf, um Geld zu sparen: Hätte das Unternehmen in Übersee “geparktes” Geld für Ausschüttungen an Aktionäre eingesetzt, wären US-Steuern fällig geworden. Eine Ratingagentur hat errechnet, dass Apple für den Aktienrückkauf insgesamt 9,2 Milliarden Dollar einspart.

Apple spart durch Verschuldung insgesamt 9,2 Milliarden Dollar Steuern

Apple will bis Ende 2015 insgesamt 100 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre geben – einerseits in Form von Dividenden, andererseits in Form eines Aktienrückkaufs. Das Unternehmen verfügt zwar über Barreserven in Höhe von 145 Milliarden Dollar, die stetig anwachsen – es wäre also kein Problem, das Geld aus der Portokasse zu bezahlen. Dennoch hat sich Apple für die Aktion Geld am Kapitalmarkt geliehen.

Der Grund: Ein großer Teil des Geldes, das Apple “gespart” hat, liegt außerhalb der USA. Diese Geld möchte das Unternehmen ungerne ins Heimatland holen, da dann vergleichsweise hohe Steuern fällig würden. 2012 hatte Apple für außerhalb der USA erzielte Umsätze lediglich zwei Prozent Steuern bezahlt.

Es ist für Apple daher billiger, die Ausschüttungen über Kredite zu finanzieren. Aus diesem Grund hat das Unternehmen alleine am vergangenen Dienstag 17 Milliarden Dollar Schulden aufgenommen – eine Rekordverschuldung, die den Aktionären aufgrund des Hintergrundes natürlich trotzdem gefiel.

Die Ratingagentur Moody’s hat nun errechnet, wie viel Geld Apple bezüglich des Aktienrückkaufs in Höhe von 55 Milliarden Dollar an Steuergeldern einspart. Moody’s hat also errechnet, wie viel Steuern das Unternehmen zahlen müsste, wenn es das “ausländische” Geld auf US-Konten überweisen ließe – abzüglich der Zinsen, die Apple für die Kredite zahlen muss; das sollen für die genannten 17 Milliarden im Jahr 308 Millionen Dollar pro Jahr sein. Die Zinszahlungen kann Apple aber wiederum steuerlich abschreiben.

Wer all diese Faktoren mit einbezieht, kommt, so zitiert Bloomberg die Agentur, auf eine stolze Summe in Höhe von 9,2 Milliarden Dollar an reiner Steuerersparnis. Der Bloomberg-Artikel verweist allerdings auch darauf, dass Apple im Jahr 2012 insgesamt 6 Milliarden Dollar an Körperschaftssteuer in den USA bezahlt habe. Das sei, so ein Apple-Sprecher, ein Vierzigstel des Gesamtbetrages aller US-Körperschaften, so dass das Unternehmen möglicherweise der größte (Körperschafts-)Steuerzahler des Landes sei.

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