Apple SSD langsamer als die der Konkurrenz

Rifkin Zaroc
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Nachdem der aktuelle 27 Zoll iMac zuletzt mit Hilfe einer SSD zu dem deutlich teureren Mac Pro aufgeschlossen hat, zeigen Benchmark-Tests nun, dass es noch ein ganzes Stück schneller gehen könnte.

SSD, Solid-State-Drive, auch FlashHD oder Festkörperlaufwerk, so nennt man das neue Wunderwerk der Rechner-Beschleunigung. Alle Startvorgänge von System und Anwendungen werden durch die reduzierten Zugriffszeiten des Massenspeichers ohne bewegte Teile verkürzt. Leider sind SSD noch sehr teuer und werden beim Kauf von Macs wahrscheinlich noch länger nur optional angeboten. Apple greift aber offenbar auch zu SSD-Modellen, deren Geschwindigkeit vergleichsweise höher sein könnte.

Hardmac.com veröffentlicht dazu Benchmarkergebnisse, in der die von Apple im 27-Zoll-iMac verbaute 256 Gigabyte-SSD mit denen anderer Hersteller verglichen werden. Die Apple SSD ist dabei deutlich langsamer als die Konkurrenz. Verglichen wird sie mit den Modellen Crucial C300

* an einem SATA II Port und einer Crucial M4
* an einem SATA III Port. Die C300 bringt dabei einen Performancezuwachs von 32 Prozent beim Lesen und 24 Prozent beim Schreiben. Bei der M4 sind es sogar 113 Prozent (Lesen) und 46 Prozent (Schreiben).

Der Geschwindigkeitsverlust der Apple SSD ist besonders auffällig, da diese an einem SATA III Port hängt und damit theoretisch mit der M4 konkurrieren könnte. Zudem sind die beiden Crucial SSD im Handel deutlich günstiger als das Upgrade der iMac auf eine SSD im Apple Store. So kostet die Crucial C300 bei Amazon 356,99 Euro*, die Crucial M4 dort 380,50 Euro*. Das Update eines 21,5-Zoll-iMac 2,7 Gigahertz oder eines 27-Zoll-iMac im Apple Store schlägt mit 500 Euro zu Buche.

Verbaut Apple ältere SSD-Technik und bietet sie zu überhöhten Preisen an? Hardmac.com meint, dass die Geschwindigkeiten der Apple SSD vergleichbar mit denen seien, die sie schon vor zwei Jahren gemessen hätten. Dennoch bieten auch die Apple SSD einen deutlichen Performancevorteil gegenüber herkömmlichen HDD. Den iMac ohne SSD zu bestellen, um ihn dann mit einem schnelleren Modell auszustatten empfiehlt sich allerdings bisher nur erfahrenen Benutzern.

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