Apple-Stores schalten Macs angeblich ohne Überprüfung frei

Sebastian Trepesch
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Apple schaltet in seinen Geschäften angeblich Macs, bei denen der Nutzer sein Passwort vergessen hat, ohne Prüfung der Personalien frei. Multimillionär Gunter Sachs machte in München diese Erfahrung – und geht nun anwaltlich gegen diese “Sicherheitslücke” vor, berichtet Bild.de. Eigentlich gleicht Apple in seinen Läden bei derartigen Fällen die Produktregistrierung über die individuelle Seriennummer jedes verkauften MacBooks mit dem Namen des Besitzers ab.

Gunter Sachs, Firmen-Erbe und Ex-Mann von Brigitte Bardot, konnte keine Überprüfung der Registrierung feststellen: Kurz vor Weihnachten soll er einen Apple-Mitarbeiter gebeten haben, ein neues Passwort auf seinem MacBook einzurichten. Das alte habe er vergessen. Knapp zehn Minuten später hatte er laut Bild.de mit einem neuen Passwort wieder Zugang zu seinem System.

Sachs ist wenig erfreut über den Vorgang. Stein des Anstoßes: Er musste zwar seinen Namen und seine Mailadresse nennen, überprüft wurden Identität beziehungsweise der rechtmäßige Rechner-Besitzer allerdings nicht. Laut Bild ist der Millionär fassungslos: “Ein Fremder geht mit meinem Computer in den Laden. Er kriegt sofort Zugriff auf meine Festplatte, meine Geschäftsbriefe, meine privaten Mails und Unterlagen.”

Sachs ging dem Problem nach: Er schickte deshalb in München, Zürich und New York Testpersonen mit Notebooks in die Apple Stores. Die Mitarbeiter sollen wieder die Rechner freigeschaltet haben – ohne Personalausweis und Rechnung gesehen zu haben.

Bild zufolge hat Sachs nun seine Anwälte eingeschaltet.

via meedia.de.

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