Apple sucht Blogger: Plan für offenere Informationspolitik oder Guerilla-Marketing?

Tizian Nemeth
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In einer kalifornischen Brauerei sollen Apple-Mitarbeiter einem TechCrunch-Redakteur einen Job innerhalb des Unternehmens angeboten haben. Was könnte Apple mit einem Redakteur des Technik-Blogs anfangen? Vielleicht einen eigenen Blog betreiben?

Bislang liefern zahlreiche unabhängige Blogs und News-Seiten Neuigkeiten zu Apple: Sie berichten über aktuelle Entwicklungen rund um Apple und die Produkte, streuen Gerüchte und sorgen dafür, dass Interessierte einen Einblick in das Unternehmen Apple erhalten – trotz aller Geheimniskrämerei des Herstellers. Nun scheint Apple aber auf der Suche nach Bloggern zu sein, die möglicherweise eine eigene Nachrichtenquelle betreiben sollen.

Aber wie sieht es mit der Geheimniskrämerei aus, mit der Apple es den Journalisten schwer macht, an Informationen zu bestimmten Themen zu gelangen?

Apple – als die Quelle für alle wichtigen Nachrichten innerhalb der Apple-Szene – informiert die Öffentlichkeit bislang nur über Pressemitteilungen zu Vorgängen im Unternehmen. All die nicht von Apple herausgegebenen Nachrichten stammen von Journalisten, die durch Recherche (wie beim kommenden Apple Store in Dresden) oder durch redselige Apple-Mitarbeiter an Informationen zum Unternehmen gelangen.

Mit einem eigenen Blog hätte Apple die Möglichkeit, gesteuert Informationen an die Außenwelt weiterzugeben. Das Angebot an den TechCrunch-Redakteur Greg Kumparak könnte somit ein erster Schritt in eine offenere Informationspolitik sein. Damit könnte Apple eine verwaschene Informationspolitik wie beim iPhone-4-Empfangsproblem künftig vermeiden.

Eine weitere Möglichkeit eines eigenen Blogs: Sofern die Beteiligung Apples an einer Internetseite nicht bekannt wäre, könnte das Unternehmen im Vorfeld einer Produktpräsentation durch gezielt gestreute Gerüchte eine Nachfrage wecken. Das diese Art von Guerilla-Marketing funktionieren kann, konnte man zuletzt beim iPad und beim iPhone 4 sehen. Für beide Produkte waren in den Medien schon im Voraus Informationen an die Öffentlichkeit gedrungen und haben so für einen guten Verkaufsstart der Produkte gesorgt.

Bild: Ivo Jansch, “Elephpant at the Apple offices in Cupertino”. Some rights reserved. Flickr.

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