Apple sucht Nachfolger für Steve Jobs? - Apples erkrankter Gründervater und CEO soll offenbar ersetzt werden

Tobias Heidemann
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Apples Konzernchef Steve Jobs ist krank – so weit, so schlecht. Dass sich der Aufsichtsrat früher oder später der Frage eines möglichen Nachfolgers stellen muss, ist hinlänglich bekannt. Dass sich die Mitglieder des Aufsichtsrates schon jetzt mit Personalvermittlern treffen, um den an Krebs erkrankten Unternehmenschef zu ersetzen, ist dagegen eine ziemliche Überraschung. Laut "Wall Street Journal" sucht der Verwaltungsrat derzeit den Mann, der Steve Jobs Erbe antreten soll. Jobs selbst dementierte.

Apple sucht Nachfolger für Steve Jobs? - Apples erkrankter Gründervater und CEO soll offenbar ersetzt werden

Die Apple-Ära nach Steve Jobs – ein heikles Thema. Die Apple-Aktie und damit der gesamte Markt für Unterhaltungselektronik reagiert überaus empfindlich auf jede Neuigkeit zur Erkrankung des charismatischen Schirmherren von iPhone 5, iPad, Lion und Co. Darüber hinaus hängen an den offenen Spekulationen über seinen Nachfolger immer auch moralische Fragen. So hat jede Nachricht über die Krebserkrankung des Apple-Chefs immer auch einen etwas pietätlosen Beigeschmack.


Dieses Mal haben wir die fragwürdigen Neuigkeiten dem Wall Street Journal zu verdanken. Dessen Journalisten wollen herausgefunden haben, dass sich der Aufsichtsrat des Apple-Konzerns bereits mit Personaldienstleistern trifft, um mit ihnen gemeinsam auf die Jagd nach einem passenden Manager für den wahrscheinlich wichtigsten Posten in der Elektronikbranche zu suchen. Das Wall Street Journal beruft sich dabei auf Apple-Insider. Besonders pikant: Unter den möglichen Kandidaten ist wohl auch ein renommierter Konzernchef eines bekannten Konkurrenz-Unternehmens. Glaubt man den besagten “Insidern” des Wall Street Journals, dann laufen die Personalgespräche ohne das Wissen von Steve Jobs.

Steve Jobs reagierte auf das Gerücht mit einer Stellungnahme, die sich direkt an das Wall Street Journal richtete; er gab dort zu Protokoll, dass er die Gerüchte für “Quatsch” halte.

In der Tat scheint die Theorie, dass sich die Mitglieder des Aufsichtsrates zu diesem Zeitpunkt bereits für einen konkreten Nachfolger interessieren, eher unwahrscheinlich. Zwar hat sich in Bezug auf die schwere Erkrankung des geistigen Vaters von Kassenschlagern wie dem iPod oder dem bald erscheinenden
iPhone 5 wenig verändert – Jobs hatte sich im Januar 2009 einer Lebertransplantation unterzogen und sich weitgehend aus Apples aktuellen Firmengeschäften zurückgezogen – sein derzeitiger Stellvertreter Tom Cook gilt aber schon seit längerer Zeit als der wahrscheinlichste Kandidat für die Nachfolge von Jobs. Auch Jonathan Paul Ive und Philip W. Schiller wurden bereits ins Gespräch gebracht. Apple hätte also genügend eigenes Personal, um die Leerstelle nach Jobs Rücktritt von der Position zu füllen.


Auf der anderen Seite lastet ein enormer Druck auf Apples-Aufsichtsrat, da die Aktionäre konkrete Strategien für die Zeit nach dem Mitbegründer des Applekonzerns verlangen. In dieses Szenario passen dann auch die Meldungen, wonach es sich bei den Gesprächen “nur” um eine grundlegende Vermessung der vorhandenen Optionen handelte.

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