Apple treibt eigene Navigationslösung voran

Katia Giese
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Große Innovationen beginnen bei Apple nicht selten mit einer simplen Stellenausschreibung. Vier neue Experten werden zur Zeit für den Bereich Navigationssoftware gesucht, die dabei helfen sollen “die nächste Produkt-Generation zu erschaffen”. Mit Blick auf die strategischen Entscheidungen Apples in den vergangenen Monaten und die aktuellen Jobangebote scheint ein Apple-eigener Karten- und Navigationsservice immer näher zu rücken.

Im Juli 2009 hatte Apple in einem ersten zaghaften Schritt den Kartendienstanbieter Placebase gekauft. Ein Jahr später folgte die Übernahme des kanadischen Kartenspezialisten Poly9, dessen Mitarbeiter inzwischen bereits ihre Schreibtische in Cupertino bezogen haben. Welche Marschroute Apple in der Entwicklung hauseigener Software und Navigationslösungen von hier an einschlägt, lässt sich kaum abschätzen. Fest steht nur, dass Apple sich von der Bindung an Google Maps langsam lösen und auch beim Geschäft mit Navigationssoftware nicht länger nur Plattform für Drittanbieter sein möchte.

Google hatte für seinen iOS Konkurrenten Android bereits vor einem Jahr eine integrierte Turn-by-Turn-Navigationslösung vorgestellt und damit Apple unter Druck gesetzt. Denn mit dem iPhone lässt sich bis heute nur umständlich über GoogleMaps oder über kostenintensive Software anderer Anbieter navigieren. Bleibt zu hoffen, dass Apple schon bald seine vier Wunschexperten findet und sich ans Werk machen kann. Denn eine hauseigene Navigations- und Kartenlösung ist in den Augen vieler iPhone-Nutzer längst überfällig.

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