Apple treibt Smartphone-Verkäufe an: iPhone als Zugpferd

Flavio Trillo

Die Zahl der an Verbraucher verkauften Smartphones hat im vergangenen Jahr erheblich angezogen. Dies ergab eine Studie von Gartner. Demnach wurden 2011 ganze 472 Millionen Geräte unter die Leute gebracht. Verantwortlich für den Anstieg gegenüber dem Vorjahr sei vor allem das iPhone.

Apple treibt Smartphone-Verkäufe an: iPhone als Zugpferd

Apple meldete für sein erstes Quartal 2012, das sich über die Monate Oktober bis Dezember 2011 erstreckte, sensationelle 37 Millionen verkaufter Smartphones. Gartner zufolge hat sich der Hersteller damit auf Rang drei der weltgrößten Handy-Hersteller katapultiert, hinter Samsung und Nokia.

Gleichzeitig sei Cupertino mit 23,8 Prozent Anteil am weltweiten Markt im letzten Jahresviertel 2011 auf Platz eins der Smartphone-Hersteller-Charts. Über das gesamte vergangene Jahr gesehen stehe Apple ebenfalls ganz oben mit einem Anteil von 19 Prozent. Vor allem die angestaute Kauflust der iPhone-Fans, die ihrem Drang bis zum Start des iPhone 4S Einhalt geboten, sei für den drastischen Anstieg im letzten Quartal 2011 verantwortlich.

Klare Gewinner des Aufwärts-Trends: Samsung und Apple. Die Konkurrenz von LG, Sony Ericsson, Motorola und RIM guckt derweil in die Röhre und sind gleich von zwei Seiten steigendem Druck ausgesetzt. Einerseits machen den Unternehmen die immer stärkeren Wettbewerber aus Südkorea und Kalifornien zu schaffen.

Andererseits geraten sie aber auch ins Visier solcher Hersteller wie ZTE und Huawei, die ihnen am anderen Ende des Preisspektrums Marktanteile abluchsen. Beide wuchsen hinter Apple am zweit- und drittstärksten im vierten Quartal 2011.

Auch wenn Nokia in der Rangliste der Handy-Verkäufe noch die Nase vorn hat — die stetig wachsende Zahl an Smartphones und die starke Stellung der aufholenden Konkurrenz in diesem Bereich wird das Ruhekissen von 23,4 Prozent für die Finnen alsbald dahinschmelzen lassen.

Kaum überraschend ist die Prognose Gartners, Apple werde im Vergleich des laufenden mit dem vergangenen Quartal einen Rückgang der Smartphone-Verkäufe hinnehmen müssen. Einerseits fehle in Q1/2012 (das Apples Geschäftsquartal 2/2012 entspricht) natürlich die Welle der iPhone-Käufer, die nur auf ein neues Modell gewartet haben. Andererseits ist das Feiertags-Quartal naturgemäß stark und lässt eine Periode geminderter Nachfrage folgen.

Und was ist mit den Plattformen? Nun, hier gewinnt Android ebenso hinzu wie iOS. Googles mobiles Betriebssystem schaffte allerdings seit Q4/2010 einen Sprung von mehr als 20 Punkten auf 50,9 Prozent und zementiert so seine Position an der Spitze der Weltrangliste. Dahinter iOS (von 15,8 auf 23,8 Prozent) und Symbian (von 32,3 auf 11,7 Prozent).

Sowohl RIM als auch Bada und Microsoft erscheinen hier nur noch unter „ferner liefen“. Sie alle lieferten weder im letzten Quartal substantielle Beiträge zum Weltmarkt, noch konnten sie ihre Position signifikant ausbauen.

Weitere Themen: iOS, iPhone 4s

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