Apple übernimmt nun auch die Führung als unsicherster Softwarehersteller

Bernd Korz

Apple hatte gerade gestern erst seine Quartalszahlen veröffentlicht und dabei aufgezeigt, dass man wohl mittlerweile entweder zu der absoluten Topelite gehört oder diese sogar anführt. Doch nicht nur hier ist Apple da Maß aller Dinge, auch in Sachen Sicherheit hat man nun Oracle überholt und führt die Liste an.

Leider ist es in diesem Fall eher sehr negativ, denn die Liste führt der an, dessen Produkte am meisten Sicherheitslücken aufweisen. Bisweilen waren das Oracle und Microsoft doch Apple hat sich hier nach und nach immer weiter nach oben “gearbeitet” und ist nun das Unternehmen, welches Update für Update die wenigste Sicherheit bietet.

Dies allerdings bedeutet nicht, dass Apple mit seiner eigenen Software am meisten Sicherheitslücken liefert, in dem Bericht von Secunia wird alles mit einbezogen, was auf einem System verfügbar ist. So ist es nicht nur Mac OS X welches Sicherheitslücken aufweist, auch iTunes, Safari oder der QuickTime Player bekleckern sich nicht mit Ruhm. Und auch Adobe (insbesondere Flash) oder auch Oracle (Java) trägt einen netten Anteil dazu bei, dass man überall im System durch deren Produkte eine Angriffsfläche finden kann.

Apple kann sich jedoch unter anderem durch seine Softwareaktualisierung von Unternehmen wie Microsoft abheben. Unter Windows benötige man 13 solcher Updatesysteme um auf das gleiche Resulat wie unter Mac OS X zu kommen. Hier kann Apple zumindest positiv punkten.

Das Apple in Sachen Sicherheit schon immer nur Stiefmütterlich agiert zeigten die letzten Jahre, schon sehr lange ist das eines der Hauptprobleme von Apple. Solange aber Steve Jobs es gut verkauft stören sich wenige daran. Unter Windows gibt es soviele Viren und Trojaner wie womöglich unter Mac OS X Applikationen. Dies dürfte sich die nächsten 2-3 Jahre aber grundlegend ändern, denn mittlerweile ist dies auch eine Plattform die für Hacker interessant werden dürfte.

Und anders als bei Microsoft scheint man sich bei Appel dieser Lage nicht wirklich bewusst zu sein, sonst würde man nicht so unprofessionell damit umgehen.

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