Apple-Umsatzverteilung: Mac spielt immer geringere Rolle

Florian Matthey
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Apple konzentriert sich hauptsächlich auf iPhone, iPad und das iOS, weniger auf den Mac – ein häufiger Vorwurf der letzten Jahre. Ob er berechtigt ist, sei dahingestellt. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wäre eine entsprechende Prioritätensetzung aber eine Überlegung wert, wie die Analyse der jüngsten Quartalszahlen zeigt.

Apple-Umsatzverteilung: Mac spielt immer geringere Rolle

26 Millionen iPhones, 17 Millionen iPads, 4 Millionen Macs – so die Verkaufszahlen des vergangenen dritten Quartals des Apple-Geschäftsjahres 2012. Eine noch deutlichere Sprache sprechen aber die Analyse und vor allem die Grafiken des Bloggers Stuart Carlton von Wings of Reason: Er hatte sich letztes Jahr nach dem dritten Geschäftsquartal einmal die Apple-Umsatzverteilung genauer angesehen und Grafiken zur Entwicklung der letzten Jahre erstellt.

Die Grafiken sprechen eine deutliche Sprache: Mit dem iPhone generiert Apple 46,4 Prozent seines Umsatzes, vor einem Jahr waren es 46,6 Prozent. In den Monaten nach der Veröffentlichung eines neuen Modells dürfte der Anteil noch deutlich höher sein. Das iPad macht immerhin 26,2 Prozent des Umsatzes aus, vor einem Jahr waren es “nur” 21,2 Prozent. Tragbare Macs zeigten sich im vergangenen Quartal immerhin für 10,4 Prozent verantwortlich, vor zwölf Monaten waren es 12,3 Prozent. Der Anteil von Desktop-Macs ging von 5,5 auf 3,7 Prozent zurück.

Im Juli 2010 brachte das iPhone noch 33,3 Prozent des Umsatzes, das damals noch neue iPad bereits 15,4 Prozent. Im Juli 2009, also vor der Veröffentlichung des iPad, zeigte sich das iPhone für 20,3 Prozent verantwortlich, im Juli 2008 waren es nur 5,6 Prozent. Vor der Veröffentlichung irgendeines iOS-Gerätes, also im Juli 2006, stand der iPod noch mit 34,3 Prozent an der Spitze vor tragbaren und Desktop-Macs mit 26,6 und 16,1 Prozent. Die iPods generieren heute nur noch 3,0 Prozent des Umsatzes.

Noch klarer zeigt sich die Entwicklung bei der Betrachtung von Mobil-Geräten (“Devices”) – iPod, iPhone und iPad – und “Nicht-Mobil-Geräten”: Im Juli 2006 machten Mobil-Geräte 34,2 Prozent des Umsatzes, Nicht-Mobil-Geräte hingegen 65,7 Prozent aus. Zwischen dem Juli 2009 und dem Juli 2010 kehrte sich das Verhältnis – auch angetrieben durch das iPad – um: Im Juli 2010 lag der Wert der Mobil-Geräte schon bei 58 Prozent, heute sind es stolze 75,6 Prozent.

Weitere Themen: Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog, Apple Special Event Oktober 2014, iTunes, iTunes für Mac, iOS, App Store, The Swift Programming Language – Handbuch , OS X Yosemite, iOS 7, Apple

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