Apple und Kodak: Etappensieg für Kodak im Patentstreit

Florian Matthey
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Eines der Unternehmen, mit denen sich Apple um mutmaßliche Patentverletzungen streitet, ist Kodak. Der angeschlagene Kamera-Hersteller hatte Apple im Januar 2010 verklagt, Apple reagierte seinerseits mit einer Gegenklage. Die amerikanische International Handelskommission hat nun in einer Einzelfrage in Kodaks Sinne entschieden.

Apple hatte im Mai 2010 eine Beschwerde bei der Behörde wegen der mutmaßlichen Verletzung zweier Patente eingereicht. Vor zwei Monaten entschied ein Einzelrichter, dass Kodak diese Patente mit seinen Produkten nicht verletzte, nun hat die Behörde diese Entscheidung im Gremium bestätigt.

Die Streitigkeiten zwischen den Unternehmen sind dadurch aber noch lange nicht beendet: Neben der Handelskommission befassen sich noch mehrere Gerichte mit den Anschuldigungen, die sich Kodak und Apple gegenseitig machen. Kodak geht es vor allem um ein Patent für eine Vorschau-Funktion in niedriger Auflösung für Digitalkameras und Handys mit eingebauter Kamera.

Neben Apple hatte Kodak diesbezüglich auch den BlackBerry-Hersteller Research in Motion verklagt, von Samsung und LG erhielt Kodak in der Vergangenheit zusammen bereits fast eine Milliarde US-Dollar an Lizenzgebühren. In den Fällen mit Apple und RIM soll sich Kodak eine ähnlich hohe Summe erhoffen.

Lizenzen für die von Kodak über Jahrzehnte patentierten Erfindungen sollen für das Unternehmen mittlerweile das lukrativste Geschäft sein. Die Verkaufszahlen der eigenen Produkte sind in der Vergangenheit deutlich zurückgegangen, der Kurs der Kodak-Aktie befindet sich in diesem Jahr im freien Fall.

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