Apple und Samsung: Apple bestellt RAM und NAND-Flash-Chips bei Konkurrenz

Apple und Samsung: Eine zerrüttete Ehe
In Apple-Produkten arbeitet viel Samsung-Technologie: Die Displays im iPad 2 stammen zum Teil von Samsung, Apple ist ein wichtiger Abnehmer der NAND-Flash-Chips der Koreaner. Selbst die Apple-A4- und -A5-Prozessoren im iPhone 4, iPad und iPad 2 lässt Apple von Samsung produzieren.
In den Tagen des Patentkriegs ist das Verhältnis zwischen Apple und Samsung jedoch unterkühlt: Samsung konkurriert mit seinen Android-Smartphones und -Tablets direkt mit Apples iOS-Produkten. Apple sieht durch Samsungs Galaxy-Produkte das eigene geistige Eigentum verletzt und sorgt in mehreren Ländern gerichtlich für Verkaufsstopps. Auch Samsung gibt sich alles andere als handzahm und sieht wiederum sein eigenes geistiges Eigentum verletzt: Das Unternehmen plant in Korea schon heute Klagen gegen das noch gar nicht erschienene iPhone 5.
Apple bestellt nun bei Konkurrenz
Kein Wunder, dass Apple von Samsung als Zulieferer weniger abhängig sein will: Apples A6-Chip, den Nachfolger des heutigen A5, soll nicht mehr Samsung, sondern die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) produzieren. Und auch die anderen Komponenten der Apple-Hardware sollen zunehmend von anderen Herstellern stammen: Laut DigiTimes bestellt Apple in diesen Tagen zunehmend Arbeitsspeicher und NAND-Flash-Chips bei den japanischen Herstellern und – auf diesem Markt – Samsung-Konkurrenten Elpida und Toshiba. Den Quellen der Website zufolge ist die Entscheidung tatsächlich auf die Rechtsstreitigkeiten mit Samsung zurückzuführen: Diese stellten für Apple eine Motivation dar, den Kreis der Zulieferer zu “diversifizieren”.
Samsung sei sowohl auf dem DRAM- als auch dem NAND-Flash-Markt weltweiter Marktführer. Vor allem auf dem NAND-Flash-Markt dürfte Apple einen nicht unerheblichen Teil dazu beigetragen haben.


