Apple: Unvorhersehbare Produktzyklen bringen Vorteile

Die ersten drei iPad-Modelle erschienen jeweils im Frühjahr eines Jahres. Das iPad 4 folgte verhältnismäßig überraschend im Herbst 2012, nun erscheint schon im Februar ein kleineres Update – ein 128-Gigabyte-iPad. Apples Produktzyklen lassen sich deutlich schlechter vorhersagen als früher – was einige Vorteile mit sich bringen könnte.

Apple: Unvorhersehbare Produktzyklen bringen Vorteile

Vor vier Jahren, als sich Apple entschied, keine neue Produkte mehr zur Macworld in San Francisco im Januar vorzustellen, erklärte der Marketing-Chef Phil Schiller, dass der Termin einfach nicht mehr zu Apples Produktzyklen passe: Das Unternehmen veröffentliche neue iPhones und iPods im Juni und Oktober und neue Macs vor Weihnachten und zur Bildungs-Verkaufssaison im Spätsommer.

Von diesem Schema ist das Unternehmen mittlerweile mehrmals abgewichen, und auch der Veröffentlichungstermin eines neuen iPad-Modells lässt sich heute eben kaum noch vorhersagen. Forbes ist die Unregelmäßigkeit der Apple-Produktveröffentlichungen ebenfalls aufgefallen – diese Neuerung, so das Wirtschaftsmagazin, könnte dem Unternehmen eher nutzen.

Ob die Entwicklung den Aktienkurs stärken werde, sei schwer vorherzusagen, da dieser ganz eigenen Gesetzen gehorche oder eben nicht gehorche. Allerdings bedeutete die Regelmäßigkeit der Produktveröffentlichungen der letzten Jahre, dass sich ein Produkt nach der jeweiligen Neuveröffentlichung besonders gut verkaufte, die Verkaufszahlen aber immer dann deutlich abnahmen, wenn die Kunden ein neues Produkt erwarteten – und aufgrund des bekannten Zyklus auch erwarten konnten.

Wenn neue Produkte nun unregelmäßiger erscheinen, dürften sich auch die Verkaufszahlen gleichmäßiger über das Jahr verteilen – so dass die Unvorhersehbarkeit in Sachen Produktzyklen mehr Vorhersehbarkeit in Sachen Quartalszahlen mit sich bringen werde.

Ein weiterer Vorteil sei die Tatsache, dass Apple nun flexibler entscheiden könne, wann ein neues Produkt erscheinen soll – und es daher zu einem Zeitpunkt vorstellen kann, an dem es wirklich ausgereift und fertig ist. Auch kann es so kleinere “Zwischen-Updates” wie eben das 128-Gigabyte-iPad geben. Was passiere, wenn ein Produkt zu einem bestimmten Kalendertermin fertig sein soll, habe die Welt an den unausgereiften Apple-Karten des iOS 6 sehen können.

Schließlich werde es auch für die Konkurrenz schwieriger, sich auf Apples Verhalten einzustellen – bisher konnten Mitbewerber es noch mit einiger Sicherheit vermeiden, bei aller Aufmerksamkeit für ein neues Apple-Produkt “unterzugehen”. Gleichzeitig werde die Beobachtung der Gerüchteküche spannender, was Apple auch über das Jahr verteilt mehr Aufmerksamkeit bringen dürfte.

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