Apple verbessert die Welt – mehr als Google und Co.

Florian Matthey
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Apple benennt gerne seine Mission, die Welt zu verbessern. Jetzt hat es das Unternehmen tatsächlich als einziger IT-Konzern in eine „Change the World“-Liste geschafft. Tim Cook betont, dass Apple die Welt vor allem mit seinen Produkten verbessere.

Apple verbessert die Welt – mehr als Google und Co.
Bildquelle: Apple

Apple verändert die Welt – mehr als jedes andere IT-Unternehmen

Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat eine Liste von 10 Unternehmen zusammengestellt, die im positiven Sinne die Welt verändern – entweder durch ihr Kerngeschäft oder durch die soziale Verwendung ihrer Gewinne. Auf Platz 1 liegt die Bank JPMorgan Chase vor dem niederländischen Chemie- und Lebensmittelkonzern DSM. Dann folgt schon Apple – als einziges IT-Unternehmen in der Liste.

Das Magazin begründet die Wahl des Mac-, iPhone- und iPad-Herstellers damit, dass das Unternehmen mit einer Milliarde im Umlauf befindlicher Geräte einen „größeren kulturellen Fußstapfen“ als jedes andere IT-Unternehmen auf dem Globus hinterlassen habe. (Kritikpunkte wie ein nicht selbst wechselbarer Akku beeinflussten diese Einschätzung offenbar nicht.) Hinzu kommt Apples Einsatz für den Umweltschutz und das Klima sowie soziale Initiativen, zum Beispiel im Bereich Bildung. Hier ist der Apple-CEO Tim Cook deutlich aktiver als sein Vorgänger Steve Jobs. Beispielsweise nutzt der neue Campus Apple Park zu 100 Prozent erneuerbare Energie:

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Apple Park: Der neue Apple-Firmensitz im offiziellen Video

Tim Cook: „Apple-Produkte sind nicht elitär“

In einem Interview mit dem Magazin äußert sich Cook zu diesen und anderen Themen. Interessant ist beispielsweise, dass der Apple-Chef den Vorwurf von sich weist, dass Apple-Produkte nur für eine Elite zugänglich seien: Die Tatsache, dass eine Milliarde Geräte im Umlauf sind, zeige, dass diese Einschätzung nicht stimme. Es gebe Apple-Produkte zu durchaus erschwinglichen Preisen: Ein iPad lasse sich für unter 300 US-Dollar kaufen, ein iPhone für einen ähnlichen Preis. Tatsächlich kostet das 9,7“ iPad in den USA 329 US-Dollar, ein iPhone SE 399 US-Dollar, so dass Cook mit seiner Schätzung zumindest beim regulären Preis für aktuelle Produkte etwas daneben liegt. Allerdings sind die Apple-Einstiegsmodelle tatsächlich in den letzten Jahren günstiger geworden.

Auch wenn Cook in Sachen Philanthropie und Umweltschutz aktiver als sein Vorgänger ist, sieht er sich mit diesen Aktivitäten doch in dessen Tradition: Steve Jobs habe gesagt, dass man im positiven Sinne Spuren im Universum hinterlassen solle. Auch heute noch gehe es Apple vor allem darum, die Welt mit den Produkten positiv zu beeinflussen. Dies geschehe auch indirekt: Mit einem für Entwickler geschaffenen Markt generiere Apple zahlreiche Jobs, zwei Millionen alleine in den USA.

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Warum Cook keine Apple-Stiftung will

Cook berichtet außerdem, dass er persönlich dagegen war, eine wohltätige Apple-Stiftung zu gründen. Stattdessen will er wohl Apple selbst entsprechend ausrichten; bei einer Stiftung bestehe die Gefahr, dass diese sich verselbstständige und das dahinter stehende Unternehmen nicht mehr einen großen Einfluss auf die Aktivitäten hat. Wie Produkte wohltätig zum Einsatz kommen könnten, zeige sich beispielsweise im Bereich des Gesundheitswesens: Apple betreibt hier bekanntlich viel Forschung. In diesem Bereich habe Apple aber keinen Plan, Gewinne zu erzielen, und möglicherweise werde das nie der Fall sein.

Quelle: Fortune (Liste, Interview)

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