Apple verklagt Zubehörhersteller ohne "Made for"-Lizenz

Florian Matthey
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Apple möchte gerichtlich gegen Zubehörhersteller vorgehen. Das Unternehmen hat diverse Hersteller von iPod-, iPhone und iPad-Zubehör verklagt, die sich keine “Made for”-Lizenz gesichert haben. Laut Apple sind deren Produkte von minderer Qualität und verletzten bis zu zehn verschiedene Apple-Patente.

Bloomberg zitiert Mark Kesslen, den Chef der New Yorker Anwaltskanzlei Lowentsein Sandler PC, der diverse Apple-Lizenznehmer vertritt. Laut Kesslen möchte Apple alle Aspekte seiner Produkte kontrollieren, um Qualitätsstandards zu gewährleisten und Schaden vom eigenen Image abzuwenden. Die Klage vor einem US-Bundesgericht in San Francisco benennt sechs Hersteller in Kalifornien und einen im Bundesstaat Washington, wobei Apple sich vorbehält, bis zu 20 weitere Hersteller zu verklagen.

Dem Analyst Shaw Wu von Kaufman Bros. LP zufolge sichert sich Apple mit dem MFi Program 20 bis 25 Prozent des Umsatzes, den ein Zubehörhersteller mit einem Produkt für iPod, iPhone oder iPad mit dem MFi-Logo generiert. Kessler warnt seinerseits davor, dass eine “dünne Linie” zwischen dem Erhalt von Kontrolle und wettbewerbswidrigem Verhalten bestehe.

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