Apple verzichtet auf den Jailbreak-Spion

Katia Giese
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Erst sechs Monate nachdem Apple eine Programmierschnittstelle zur Enttarnung von gehackten iPhones eingeführt hatte, hat es sich auch schon ausspioniert. Laut Meldungen von Entwicklern ist es in iOS 4.2 nun nicht mehr möglich zu entdecken, ob der Nutzer die Firmware manipuliert hat. Vor allem Anwendungen im Bereich der Verwaltung mobiler Geräte wie Airbase oder Sybase Afaria konnten bisher automatisch aufspüren, welches Glied in der Kette unter einem beeinträchtigten OS läuft und damit möglicherweise eine Gefahr für das Netzwerk darstellt. Für Entwickler ist Apples Entscheidung ein Rätsel, allerdings gibt es für sie wohl Alternativen, die eine ähnliche Spionage auf anderem Weg garantieren können.

Während Apple selbst auf einen Kommentar zum Thema verzichtete, laufen sich  Spekulanten noch warm. Angeblich sei es ein Rückzug auf dem Schlachtfeld zwischen Hackern / Jailbreakern und Apple. Erst im Sommer wurde das Manipulieren der Firmware in den USA legalisiert und Apple damit die Waffen aus der Hand genommen. Statt einer Kapitulation könnte Apples Vorstoß jedoch auch als eine Strategieänderung verstanden werden. Denn trotzdem das Jailbreaken inzwischen legal ist , beklagt Apple ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Wie man in Cupertino das Problem weiter angehen will, ist derzeit noch offen.

Weitere Themen: Jailbreak für iPhone & iPad

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