Apple vs. Samsung in Australien: Gericht verlangt iPad-Verkaufszahlen

Flavio Trillo
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Apples bringt im Patentstreit mit Samsung das Argument, dass die äußeren und inneren Ähnlichkeiten des Galaxy Tab dem iPad seine Verkaufsstatistiken vermiesen. Das mag so sein oder auch nicht, allein aufgrund einer solchen Behauptung wird jedenfalls kein Gericht der Welt ein Verkaufsverbot aussprechen. Ein Bundesgericht in Sydney, Australien verlangt daher Beweise von Apple.

Einem Bericht von Bloomberg zufolge hat Richterin Annabelle Bennett den Hersteller aus Cupertino aufgefordert, die Verkaufszahlen von iPad und iPad 2 in den USA und Großbritannien vorzulegen. Frei zugänglich sind stets nur die weltweiten Zahlen, die Aufstellungen der einzelnen Länder behält Apple für sich. Zumindest sollte dem Gericht die Möglichkeit gegeben werden, Einsicht in die Statistiken zu nehmen, damit es sich eine fundierte Meinung über die Tatsächlichen Einflüsse des Samsung-Tablets machen könne.

Bennett will Apple aber nicht zwingen, die Zahlen zu veröffentlichen. Gleichzeitig erteilte sie Samsung eine Absage – der Konzern hatte die Offenlegung der Verkaufszahlen verlangt. Samsungs Anwälte halten den Einfluss des Galaxy Tab auf die iPad-Zahlen für unerheblich. “Die Menschen wollen ein Android-Tablet, also kaufen sie ein Android-Tablet”, meint Neil Murray.

Naturgemäß ist es für die andere Seite dagegen offensichtlich, dass die “bemerkenswerte Ähnlichkeit des Samsung-Produktes” bezüglich “Funktionalität und Erscheinungsbild” dem iPad und iPad 2 einen Dämpfer verpassen. Zuletzt hatte das koreanische Unternehmen eingelenkt und den Verkaufsstart des Galaxy Tab 10.1 in Australien auf das Ende des Monats September verschoben um Apples Anträge abzuwarten.

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