Apple vs. Samsung, nächste Runde: Alle Galaxy-Produkte sollen vom Markt

Robert Weber
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Es will einfach kein Ende nehmen: Apple sieht in Samsung wohl den gefährlichsten Konkurrenten auf dem Smartphone- und Tablet-Markt und will diesen zumindest in Europa ausknocken. Nach der einstweiligen Verfügung gegen den Verkauf des Samsung Galaxy Tab 10.1 geht Apple nun einen Schritt weiter und will sogar erreichen, dass die komplette Galaxy-Reihe vom europäischen Markt genommen wird.

Apple vs. Samsung, nächste Runde: Alle Galaxy-Produkte sollen vom Markt

Irgendwann ist doch genug, oder? Offensichtlich nicht für Apple, denn der Krieg “Apple vs. Samsung” geht in die nächste Runde und wird dabei immer absurder. Apple hat jetzt nämlich die nächste Klage gegen den koreanischen Hersteller eingereicht, diesmal jedoch in Den Haag und nicht in Düsseldorf (die lernen wohl auch dazu). Damit wollen die Herren aus Cupertino erreichen, dass alle Galaxy-Produkte vom europäischen Markt verschwinden. Und mit alle sind wirklich alle gemeint, denn auf der Anklageliste stehen neben dem Galaxy S und dem Galaxy S2 auch die restlichen Galaxy-Smartphones, außerdem sind die Tablets Galaxy Tab und Galaxy Tab 10.1 ebenfalls davon betroffen.

Denn bei dieser Klage geht es nicht nur um optische Ähnlichkeiten zwischen den Smartphones und Tablets von Samsung und Apple, sondern auch um verschiedene Patent-Verletzungen seitens Samsung. Ebenfalls sind die Forderungen von Apple diesmal weitreichender: Letzte Woche ging es noch darum, dass Samsung keine weiteren Tablets an die Händler ausliefern darf, doch diesmal will Apple die betroffenen Produkte wohl vom Angesicht der Erde fegen:

Apple demands that Samsung and its subsidiaries send a “letter of request“ to all their European clients to recall all infringing products from stock “within 14 days“ and offer compensation of the purchase price as well as transport costs.

Apple demands that Samsung's letter should include a statement saying that if clients don't comply, that they themselves violate Apple's intellectual property rights.

Apple will also, dass Samsung innerhalb von 14 Tagen alle bereits an Händler ausgelieferten Produkte zurückruft, die Händler dafür entschädigt und die Transportkosten übernimmt. Außerdem soll Samsung den Händlern klar machen, dass, sollten sie nicht kooperieren wollen, sie ebenfalls Apples Rechte verletzen. Damit soll wohl klar gemacht werden, dass die Händler dann auch mit Konsequenzen rechnen können. Noch dreister geht’s nicht mehr, oder?

Ganz so viel hat Apple aus der ersten Klage dann doch nicht gelernt, denn nach dem verzerrten Galaxy Tab 10.1-Bild, welches dem Gericht zum Vergleich mit dem iPad2 vorgelegt wurde, macht Apple bei dieser Klage genauso weiter: Diesmal wurde dem Gericht ein Vergleichsbild vorgelegt, auf dem wir das iPhone 3GS und ein leicht verändertes Samsung Galaxy S sehen. Diesmal hat Apple wieder getrickst, denn wir sehen dort zwei gleich-große Smartphones, obwohl das Galaxy S in der Realität deutlich größer ausfällt. Weiterhin sehen wir auf dem Galaxy S wieder den geöffneten App-Drawer statt des Homescreens inklusive Widgets. Damit soll wohl die Ähnlichkeit beider Smartphones “verdeutlicht” werden. Ob sie die niederländichen Richter damit auch wieder hinters Licht führen überzeugen können? Gibt’s in Den Haag eigentlich auch Karneval?

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