Apple will angeblich Empfehlungsnetzwerk Fancy kaufen

Flavio Trillo
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Noch ist das Unternehmen von Joe Einhorn relativ unbekannt im Vergleich zu Konkurrent Pinterest. Fancy, so der Name des sozialen Empfehlungsnetzwerkes, hat aber schon früh das Interesse potentieller Käufer geweckt. Kein geringerer als Apple soll sich angeblich in Verhandlungen für eine Übernahme befinden.

Apple will angeblich Empfehlungsnetzwerk Fancy kaufen

eCommerce ist aktuell nicht eines der Gebiete, auf denen Apple in der Oberliga mitspielt. iTunes sorgt zwar für ordentliche Umsätze im Bereich digitaler Waren — doch für alles, was man sehen und anfasst kann, sind andere die Spezialisten. Auch der Apple Online Store bietet zwar für sich genommen einige Produkte an, allerdings wird von nirgendwo her eine solide Verbindung hergestellt.

Der Kunde muss schon von sich aus mit einem echten Kauf-Vorhaben auf die Store-Webseiten kommen. Das könnte ein Unternehmen wie Fancy ändern. Soziale Empfehlungen sind dank Pinterest inzwischen zu einiger Popularität gelangt. Das Prinzip „Schau mal, mir gefällt dieses und jenes Ding — hey, wenn Du hier klickst, kannst Du es auch kaufen“ könnte Apple sich zunutze machen, um die eigenen eCommerce-Aktivitäten weiter in den Vordergrund treten zu lassen, berichtet Businessinsider.

Aber warum dann Fancy und nicht gleich Pinterest? Nun, die Konversionsrate von Zuschauern zu Konsumenten sei bei Pinterest deutlich geringer, obwohl dieser Anbieter schon deutlich länger im Geschäft ist. Das heißt: Die Chance, dass ein User bei Fancy das Produkt, das er von Freunden und bekannten empfohlen bekommt, auch kauft, ist höher als bei Pinterest. Das kann zum Beispiel an besserem Zugang zu Einkaufsmöglichkeiten wie Amazon liegen.

Noch gibt es weder offizielle Statements, noch unterzeichnete Verträge. Tim Cook und Fancys CEO Einhorn haben sich aber im Rahmen der Allen & Co. Sun Valley Konferenz vor wenigen Monaten getroffen. Kurz darauf sei Cook als neuer User im Fancy-Netzwerk aufgetaucht.

Durch Apples Einkäufe konnte man häufig einen kleinen Einblick in die Strategie des Herstellers erheischen. Auf den Musikstreamingdienst Lala.com folgte iTunes Match, der Experte für digitale Karten Placebase wurde zu einem eigenen Kartenangebot in iOS und OS X. Aktuell will der Mac-Macher AuthenTec übernehmen und sich damit Fachleute für mobile Sicherheitstechnologie an Bord holen. Fancy könnte auf eine Möglichkeit für Entwickler hindeuten, in ihren Apps auch mit direkten Anbindungen an Online-Shops zu verdienen.

Schon heute können Fancy-Anwender beim Verkauf der Produkte auf ihren Listen Provision verdienen. Seit diese Funktion implementiert wurde, laufen die Geschäfte in dem kleinen Unternehmen aus New York City hervorragend. Dort liegen die Geschäftsräume übrigens genau über einem Apple Store. Wer aber glaubt, dass das mehr als Zufall ist, hält wohl auch Waagen und Stiere für inkompatibel oder verwechselt kleine Zuckerkügelchen mit Arzneimitteln.

Weitere Themen: Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog, Apple Special Event Oktober 2014, iTunes, iTunes für Mac, iOS, App Store, The Swift Programming Language – Handbuch , OS X Yosemite, iOS 7, Apple

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