Apple will kostenlose iPad-Zeitungs-Abos verhindern

Katia Giese
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Wer sich über steigende Aktienpreise und schwindelerregende Quartalsergebnisse freut, darf sich wohl auch nicht über Apples scharfen Geschäftssinn ärgern: Dieser wird nämlich in Zukunft kostenlose iPad-Versionen von Zeitungsabos verhindern, wie einige europäische Verlage berichten. Apple will sich so die Gewinnbeteiligung an den für das iPad angebotenen Inhalten sichern und den Weg für einen eigenen Abo-Service frei machen.

Nach Aussagen der niederländischen Tageszeitung deVolkskrant hat Apple “strengere Regeln” ab dem 1. April angekündigt. Es sei eine Aufforderung an den Verlag ergangen, dass zukünftig kein kostenloser iPad-Zugang für Abo-Kunden mehr bereit gestellt werden darf. Von dem Modell profitieren bislang in erster Linie Kunden, die das einmal bezahlte Medium sowohl in Print als auch digital konsumieren können. Apple selbst kommt dabei allerdings schlecht weg, denn es entgeht dem AppStore die 30-prozentige Gewinnbeteiligung bei kostenpflichtigen Apps.

Auch das NRC Handelsblad berichtet von entsprechenden Ankündigungen, aus den USA hörte man bis heute jedoch noch nichts. Als Grund hinter den Aufforderungen wird Apples Arbeit an einer Umstellung des Abo-Systems im AppStore vermutet, der angeblich auch schon den Start der iPad-Zeitung “The Daily” verzögert haben soll. Der neue Abo-Dienst soll den regelmäßigen Bezug von Zeitungen unter iTunes erlauben und im neuen iOS 4.3 implementiert sein. Ein automatisches Bezahlsystem könnte dabei mit der bisherigen externen Registrierung für einen kostenlosen Inhaltsbezug kollidieren.

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