Apple will Pläne für Jobs-Nachfolge nicht öffentlich machen

Katia Giese
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Apples Geheimniskrämerei reicht sogar bis in die eigenen Reihen, wie aus der gestern bei der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde eingereichten Stimmrechtserklärung deutlich wird. Für die am 23. Februar stattfindende Aktionärsversammlung stellte eine Gruppe von Anteilsinhabern den Antrag, die Nachfolgeliste für Apples CEO-Position zu überarbeiten und öffentlich zu machen. Apples Board of Directors spricht sich in der Erklärung deutlich gegen einen solchen Beschluss aus und unterlegt dies mit recht interessanten Begründungen.

Vor allem würde man der Konkurrenz einen zu großen Vorteil gewähren, wenn die Nachfolge-Pläne bekannt werden, heißt es in dem zweiseitigen Dokument. Bislang gäbe es bereits eine Art interne Nachfolgeplanung, die aber nur Board-Mitgliedern bekannt ist. Apple möchte dies auch im Hinblick auf die Mitarbeitergewinnung beibehalten. Denn wenn eine starre Nachfolgerliste bereits feststeht, könnte dies zu Abgängen wichtiger Mitarbeiter führen, die sich woanders bessere Chancen ausrechnen.

Die Antragssteller argumentieren auf der anderen Seite hauptsächlich mit Studienergebnissen, welche die ausschlaggebende Rolle einer durchdachte Nachfolgeplanung stützen. Noch frisch dürfte bei allen die Erinnerung an Steve Jobs Erkrankung sein, die vor allem auf dem Aktienmarkt Anfang 2009 für Turbulenzen sorgte. Im Interesse der Anteilsinhaber ist es sicher, solchen Tiefschlägen mit einer gesicherten und öffentlichen Nachfolgeplanung aus dem Weg zu gehen.

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