Apples Back-To-School-Aktion: Analysten uneinig über Erfolg

Flavio Trillo
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Im Rahmen der Back-To-School-Promotion erhalten Schüler und Studenten noch bis zum 20. September zu ihrem Mac-Einkauf einen 75-Euro-Gutschein für den App Store. Die Aktion war in der Vergangenheit immer recht beliebt, gab es doch bislang einen iPod gratis dazu. Doch manche Analysten schätzen Apples Erfolg mit dem Deal eher schlecht ein.

Wie Trip Chowdhry von Global Equities Research unter Berufung auf “verschiedene Daten” meldet, gingen die Mac-Verkäufe drastisch zurück. Am vergangenen Wochenende wurden demnach 35 bis 40 Prozent weniger Apple-Computer verkauft als noch ein paar Wochen zuvor.

Schuld sei unter anderem der hohe Benzinpreis, der die Konsumenten sensibler für Ausgaben gemacht habe. Universitäts-Buchhandlungen, die auch Macs anbieten, hätten erhebliche Rückgänge bei den Verkäufen gemeldet. Befragte Eltern seien zudem unzufrieden mit dem Gutschein-Konzept – sie hätten lieber Bargeld.

Um ihnen entgegen zu kommen, schlägt Chowdhry vor, könnte der Hersteller seine Garantieerweiterung Apple Care über den Mac App Store anbieten und es den Eltern so ermöglichen, den Gutschein hierfür einzusetzen.

Bemerkenswert an diesen Einschätzungen ist, dass ebendieser Analyst dem Back-To-School-Programm vor nicht all zu langer Zeit einen guten Start bescheinigte. Apple konnte mit 80 Prozent aller Schüler und Studenten weit mehr potentielle Kunden erreichen als etwa Microsoft, so Chowdhrys Aussage vor etwas über einem Monat.

Trip Chowdhry ist allerdings nicht der einzige, der Trip Chowdhry widerspricht. Auch Maynard Um von der UBS Investment Bank sah die Promotion-Aktion als Erfolg. Neben steigenden Mac-Verkäufen sei vor allem das iPad unter Schülern und Studenten äußerst beliebt.

Offenbar hängt bei einer Analyse viel davon ab, wen man fragt und der Eindruck, dass viele Analysten es einfach “drauf ankommen lassen” und scheinbar ins Blaue hinein raten, verstärkt sich. Entweder man wird als allwissender Prophet gefeiert oder man hat sich eben einfach vertan, kann ja schließlich jedem mal passieren. Verlässlich sind derartige Informationen aber nur gefühlt.

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