Apples Börsenbericht 2010: Gewinnmarge wird weiter sinken

Florian Matthey
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Apples geschrumpfte Gewinnmarge hat die Begeisterung der Börse über das letzte Erfolgsquartal des Unternehmens geschmälert. Die Verantwortlichen in Cupertino erwarten, dass sich der Trend im Jahr 2011 fortsetzt: Im nächsten Jahr werde die Marge bei 36 Prozent liegen, 3,4 Prozentpunkte weniger als 2010.

Apple hat seinen jährlichen Bericht (PDF-Datei) bei der Security and Exchange Commission (SEC), der US-Börsenaufsicht, abgegeben. Der Rückgang der Gewinnmarge im Geschäftsjahr 2010 – im Vorjahr lag der Wert noch bei 40,1 Prozent – sei in erster Linie aufs iPad zurückzuführen, dessen Produktionskosten näher am Verkaufspreis liegen als bei anderen Geräten. Das iPhone halte die Marge aber mit einem eigenen überdurchschnittlichen Wert stabil.

In Zukunft werde es mehr Produkte mit höherer Kostenstruktur für Apple geben, die einen höheren Wert für die Kunden darstellen. Schwierig sei vor allem, dass einige Komponenten wie Prozessoren, NAND-Flash-Speicher, DRAM und LC-Displays nur aus jeweils einer Quelle zu beziehen sind.

Geräte wie das neue MacBook Air, das statt mit einer Festplatte nur noch mit Flash-Speicher erhältlich ist, dürften die Marge also weiter nach unten ziehen.

Gleichzeitig expandiert Apple an anderer Stelle: Am 25. September arbeiteten 46.600 Menschen Vollzeit für das Unternehmen, 35 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg um 300 Personen auf 2.800. Apples Ausgaben für Werbung sind im Geschäftsjahr 2010 wiederum um 38 Prozent von 501 Millionen auf 691 Millionen US-Dollar gestiegen. Der Anteil am Umsatz liegt mit 1,06 Prozent aber deutlich unter den 1,37 Prozent des Vorjahres.

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