Apples Börsenbericht: Tim Cook erhielt 2011 über 377 Millionen Dollar

Florian Matthey

Vor dem regulären Apple-Aktionärstreffen, das dieses Jahr am 23. Februar auf Apples Campus in Cupertino stattfindet, hat Apple seinen jährlichen Börsenbericht veröffentlicht. Aus diesem geht unter anderem hervor, welches Gehalt und welche Bonus-Zahlungen Apples Manager zuletzt erhalten haben. Mit Abstand am meisten bekam Tim Cook: Apple belohnte seinen neuen CEO im Jahr 2011 mit mehr als 377 Millionen US-Dollar.

Apples Börsenbericht: Tim Cook erhielt 2011 über 377 Millionen Dollar

Tim Cook erhielt im vergangenen Jahr ein Basis-Gehalt in Höhe von rund 900.000 Dollar, hinzu kam ein über 376 Millionen Dollar schweres Aktienpaket sowie weitere Kompensationen in Höhe von 900.000 und 16.520 Dollar. Im Jahr 2010, als Cook noch Apples Chief Operating Officer war, erhielt er rund 800.000 Dollar Gehalt, eine Bonus-Zahlung in Höhe von rund 5 Millionen Dollar, Aktienpakete im Wert von 52 Millionen Dollar und Kompensationen in Höhe von 900.000 und 58.306 Dollar. 2010 bekam Cook also “nur” rund 60 Millionen Dollar von seinem Arbeitgeber.

Der im Oktober 2011 verstorbene frühere Apple-Chef Steve Jobs erhielt 2011 wie in den Vorjahren lediglich sein symbolisches Gehalt in Höhe von einem Dollar, weitere Bonus-Zahlungen sind nicht vermerkt. Allerdings gab es auch Jahre, in denen Jobs noch mehr als sein Nachfolger bekam: Im Jahr 2007 war Jobs mit von Apple zugesprochenen Aktienoptionen in Höhe von 646 Millionen Dollar sogar der bestbezahlte Manager der USA.

Auch andere Apple-Manager können sich über einen Geldsegen freuen: Apples Finanzchef Peter Oppenheimer bekam im Jahr 2011 insgesamt 1,4 Millionen Dollar, im Vorjahr erhielt er insgesamt rund 30 Millionen Dollar. Der Vizepräsident für Internet-Software und -Dienstleistungen, Eddy Cue, erhielt rund 53 Millionen Dollar, der iOS-Chef Scott Forstall bekam 2011 1,4 und 2010 rund 30 Millionen Dollar. Ron Johnson, Apples Retail-Chef, der das Unternehmen Ende letzten Jahres verließ, bekam 2011 ebenfalls rund 1,4 und 2010 rund 30 Millionen Dollar.

Dass die Zahlungen an die Manager von Jahr zu Jahr derart schwanken, erklärt sich dadurch, dass Apple ihnen in unregelmäßigen Abständen Aktienoptionen zuspricht – die sie nach einem festgelegten Zeitraum einlösen können. Diese Strategie erläutert Apple ebenfalls in dem Börsenbericht: Sie gebe den Managern einerseits ein gesteigertes Interesse am Wohl des Unternehmens, andererseits bezwecke der festgelegte Zeitraum auch eine Bindung an das Unternehmen. So kann Tim Cook beispielsweise dann Optionen auf die ihm im vergangenen Jahr zugesprochenen eine Million Anteile nur dann in voller Höhe einlösen, wenn er dem Unternehmen weitere zehn Jahre erhalten bleibt.

Beim Aktionärstreffen werden die Anteilseigner auch einige Abstimmungen vornehmen: So sollen sie die Mitglieder des Verwaltungsrates in ihren Ämtern bestätigen, das Unternehmen Ernst & Young erneut zu Apples Buchhalter wählen, über Manager-Entschädigungen abstimmen und über einige Anträge aus dem Kreis der Aktionäre entscheiden – unter anderem zu Aufforderungen an die Manager, sich über mögliche Interessenkonflikte zu äußeren, den Einfluss der Aktionäre auf die Manager-Bezahlung zu erhöhen sowie einiges mehr.

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