Apples iAds-Politik: Werber sind frustriert

Thomas Konrad
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Viele Werbepartner für Apples iAds-Plattform sind unzufrieden mit Apple. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Wall Street Journal hervor. Mehrere Unternehmensleiter werden mit der Aussage zitiert, Apple greife zu sehr in den kreativen Prozess ein. Bis zu zehn Wochen könne die Entwicklung einer iAd-Anzeige dauern, deutlich länger als auf anderen Plattformen.


Patrick Moorhead, Mitarbeiter der Werbeagentur DraftFCB, hält es für ein großes Problem, dass Apple im “kreativen Mix” mitmischt. Apple hatte auf der diesjährigen WWDC 17 Werbepartner für die iAds-Plattform angekündigt, zum Start der Plattform im Juli konnten davon nur Nissan und Unilever Anzeigen schalten. Chanel hat seine Pläne, Teil der iAds-Plattform zu werden, offenbar komplett verworfen.

Weiter geht aus dem Bericht hervor, dass Agenturen Probleme mit neuen Technologien wie HTML 5 haben. Sie könnten nur schwer einschätzen, was mit einer iAd möglich ist. Ungewohnt sei auch, dass Werber nicht bestimmen können, wo Apple ihre Anzeigen platziert.

Entgegen dieser negativen Berichte äußerten sich Ende letzter Woche Nissan und Unilever sehr positiv über ihre iAd-Anzeigen: Laut Nissan verbringen Anwender im Durchschnitt 90 Sekunden in ihnen, zehn mal länger als auf anderen Plattformen.

Um die leeren iAd-Platzhalter schneller zu füllen, hat Apple Ende Juli ein “iAd für Entwickler”-Programm gestartet. Hier können Entwickler in ihren Programmen für andere Apps werben.

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