Apples neue Melkkuh iAd: Preise bekannt gegeben

Bernd Korz

Am Wochenende hat Apple die Preise für seinen Google AdSense Konkurrenten iAd bekannt gegeben. Es war zu erwarten, dass Apple in eigenen Sphären schwebt, jedoch war die Flughöhe bisweilen noch unbekannt.

iAd soll Apples eigenes AdWord Werbesystem werden, welches GoogleAds auf dem iPhone völlig überflüssig machen wird. Dabei hat Apple sich auch so einiges vom Konkurrenten Google abgeschaut, mit einigen Änderungen jedoch. Zum einen nutzt Apple einmal mehr seine Monopolstellung, was das iPhone/iPad angeht und man setzt einmal mehr auf geschlossene proprietäre Systeme, eben diese die Apple noch letzte Woche bei Adobes Flash verurteilt hat.

iAd soll in die Apps der Entwickler eingebaut werden können, so wird am Rand des Spieles eine Werbung angezeigt, die der Kunde aufrufen kann. Für jede Einblendung dieser “Werbeleiste” berechnet Apple je 1 Cent vom Werbenden. Klickt nun ein Kunde auf diese Werbung fährt eine große Anzeige über den gesamten Bildschirm und hält in dieser Zeit die App an aktueller Stelle an. Hierfür verlang Apple dann von seinen Werbekunden US$ 2,00 je Klick. Apple gibt sich recht bescheiden und verlangt für diesen Dienst lediglich 40% der Einnahmen, die restlichen 60% gehen dann an die App-Entwickler.

Wie schon im App Store entscheidet Apple selbst, wer auf deren hermetisch abgeriegelten proprietär gestalteten System werben darf und wer nicht. Jede Werbung kann seitens Apple ohne Angabe von Gründen wieder verbannt werden und muss mehr oder minder das selbige Prüfverfahren durchlaufen wie die Apps für den App Store.

So exklusiv wie Apple, und seine mobilen Endgeräte, so teuer gestaltet sich auch der Preis. Man muss als Werbender immer gleich ein komplettes Paket kaufen, denn wer kleckert schon gerne, wenn er glotzen kann? Ein “Starterpaket” kostet US$ 1 Mio. Allerdings kommt dieser Preis erst in der zweiten Phase zum tragen, denn für den Start möchte Apple nur die Sahnehäubchen auf in iAd platziert sehen. Wer vom Start weg dabei sein möchte, der muss gleich US$ 10 Mio hinlegen. Üblich in dieser Branche sind Paketpreise von 100.000 – 200.000 US$.

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