Apples Rechenzentrum bringt nur wenig neue Jobs nach North Carolina

Holger Eilhard
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In ländlichen Regionen, wie beispielsweise rund um Apples Rechenzentrum in Maiden, North Carolina, wird die Diskrepanz zwischen traditioneller und High-Tech Industrie deutlich. Politiker versprechen sich durch Steuerersparnisse und dergleichen eine bessere Zukunft für die Städte. Leider gehen diese Pläne nur sehr selten auf, wie die Washington Post berichtet.

Viele der Anwohner in Maiden sind mit der Holz- und Möbel-Industrie groß geworden und mussten mit ansehen wie ihre Jobs durch günstige, ausländische Konkurrenz zerstört wurden. Die Ansiedlung von High-Tech-Riesen wie Apple, Google oder Facebook und ihren Rechenzentren weckt besonders bei Politikern die Hoffnung, dass dauerhaft viele neue Arbeitsplätze geschafft werden.

Doch die Realität sieht leider anders aus: Viele Server, wenig Arbeitsplätze ist die Regel. Apples Rechenzentrum hat 50 fest-angestellte Mitarbeiter. Darüber hinaus besteht die Hoffnung, dass durch das Rechenzentrum indirekt 250 weitere Jobs kreiert, zum Beispiel für Wartung und Sicherheit. Doch wie die Washington Post in ihrem Bericht schreibt, kennen nur wenige der 3.400 Anwohner der nahegelegenen Stadt jemanden der bei Apple arbeitet.

In Maiden sorgt die Anwesenheit von Apple aber für niedrigere Steuern. So wurde etwa beschlossen, dass Apple nur 50 Prozent der sonst üblichen Grundsteuer zahlen muss. Ein Manager der Stadt zeigte sich zufrieden mit dem neuen High-Tech-Nachbarn und sagte, dass der durchschnittliche Bürger bemerke wie es das Leben beeinflussen würde. Selbst der für Apple stark gesenkte Steuersatz hebt die Einnahmen der Stadt so weit, dass der Normalbürger insgesamt weniger zahlen muss.

Vor knapp einem Monat waren Pläne aufgetaucht, dass Apple zur Stromversorgung des Rechenzentrums eine “Solar-Farm” bauen würde. Apples Server-Park in North Carolina ist unter anderem für das Hosten der iCloud zuständig.

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