Apples Retail-Chefin will Stores zu Orten für Bildung und Kunst machen

Florian Matthey
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Apples Retail-Chefin Angela Ahrendts hat sich über ihre Vision für Apple Stores geäußert. Für sie sollen sie weniger „Stores“ als Treffpunkte für die Apple-Community sein. Als sie erste Gespräche mit Tim Cook führte, habe er dies zu ihrer Überraschung genau so gesehen.

Apples Retail-Chefin will Stores zu Orten für Bildung und Kunst machen

Ahrendts: „Glaubte zunächst, dass ich nicht zu Apple passe“

Angela Ahrendts hat sich auf dem „Most Powerful Women Summit“ des Magazins Fortune zu ihrer Arbeit bei Apple geäußert. Ein interessantes Detail ist, dass sie ursprünglich gar nicht glaubte, dass sie zu Apple passen würde. Als sie vor ihrem Wechsel im Jahr 2014 entsprechende Gespräche mit dem Apple-CEO Tim Cook führte, erklärte sie, dass sie im Falle einer Verpflichtung die Retail- und Online-Stores zusammenführen und die physische Präsenz des Unternehmens in den Filialen zu einem Erlebnis für die einzelnen Gemeinschaften oder „Communities“, in denen Apple operiere, machen würde. Sie sei überrascht gewesen, dass Cook ihre Ideen toll fand.

Apple Stores als Ort zum Lernen und für Kunst

Je größer Apple werde, desto größer sei auch die Verantwortung des Unternehmens, so Ahrendts Philosophie. Dieser Gedanke stecke beispielsweise hinter den Bildungsangeboten für Kinder in den Stores, die ihnen unter anderem Coding mit Apples Programmiersprache Swift näher bringen sollen. Hier leiste Apple Arbeit, die Schulen nicht leisten können. Dazu passend können Kinder bekanntlich mit Apples Swift Playground fürs iPad spielerisch Programmieren erlernen.

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Auch sollen Besucher der Apple Stores herausfinden, wie sie mit ihren Apple-Produkten produktiv und vor allem kreativ sein können. Ahrendts bezieht sich auf Steve Jobs’ Idee, dass Apples Produkte nicht nur IT-Geräte sein sollen, sondern auch ein Werkzeug für die Kunst. Die neuen „Creative Pro“-Mitarbeiter in den Stores sollen Besuchern Möglichkeiten für kreatives Schaffen – egal ob es sich um Zeichnen, Musizieren oder Programmieren handelt – aufzeigen. Gleichzeitig sollen an Wochenenden Künstler im Store vor Publikum ihrer Tätigkeit nachgehen, also beispielsweise Gitarre spielen oder zeichnen.

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Neue Philosophie als Grund für Store-Umbenennung

Apple hat einige seiner Retail Stores dementsprechend kürzlich umbenannt – beispielsweise heißt der Apple Store in der Münchener Rosenstraße nicht mehr „Apple Store Rosenstraße“, sondern „Apple Rosenstraße“. Dahinter steckt eben diese Idee: Es soll weniger ein Einkaufs-Geschäft als eine Art „Marktplatz“ für Apple-Enthusiasten sein. Wobei Apple natürlich nichts dagegen haben dürfte, wenn sich diese bei Gelegenheit auch ein paar Produkte kaufen.

Quellen: Fortune via Mac Rumors

Weitere Themen: Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog, Apple Special Event Oktober 2014, iTunes, iTunes für Mac, iOS, App Store, The Swift Programming Language – Handbuch , OS X Yosemite, iOS 7, Apple

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