Audio-Format Apple Lossless wird Open Source-Projekt

Sebastian Trepesch
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In unseren Musikbibliotheken ist der größte Teil der Songs im Dateiformat MP3 und AAC gespeichert. Manch andere Formate benötigen mehr Speicherplatz, sind qualitativ aber deutlich besser. Eines davon ist Apple Lossless Audio Codec (ALAC). Wie der Name verrät, steckt Apple dahinter. Der Entwickler will dem Standard jetzt offensichtlich einen Aufwind verschaffen: Das Format ist jetzt für einige Jahre open source.

Apple hat auf seiner Webseite macosforge.org vor einigen Stunden angekündigt, dass Apple Lossless nun ein Open Source-Projekt ist. Damit wird das Format für Softwareentwickler und Gerätehersteller deutlich interessanter. Dateiinformationen stehen zur Verfügung und die Nutzungsbedingungen und Lizenzgebühren sind (weitgehend) aufgehoben (Codec steht unter Apache-Lizenz).

Apple verdient nun also nicht mehr an der Lizenzierung, das war bisher aber wohl eh nicht in großem Stile der Fall: Von ein paar wenigen Playern oder Audioproduktions-Software abgesehen ist das Format ist nämlich nicht sehr verbreitet. Es wird vorallem von den Apple-eigenen Geräten (iPod, iPhone,…) unterstützt, Musiktracks in Apple Lossless können dort also abgespielt werden.

Die Audio-Informationen sind in diesen Dateien zwar komprimiert, und benötigt nur noch rund 60 Prozent des ursprünglichen Speicherplatzes. Dies geschieht allerdings verlustfrei. Das bedeutet, dass bei dem Abspielen oder mehrfachen Unkonvertieren nichts an Informationen verloren geht. Bei MP3 und AAC ist das nämlich der Fall: Informationen werden “gekürzt”, die Qualität wird dadurch schlechter.

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