Bevorzugung der Apple Retail Stores: Französischer Apple-Händler klagt

Florian Matthey
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Der französische IT-Händler eBizcuss, der gleichzeitig auch größter Apple-Händler des Landes ist, hat den Mac-, iPhone- und iPad-Hersteller wegen mutmaßlich wettbewerbswidrigen Praktikten verklagt. Apple bevorzuge bei Hardware-Lieferungen die eigenen Stores und stelle den unabhängigen Händlern gleichzeitig zu strenge Bedingungen.

Der eBizcuss-Chef François Prudent, der gleichzeitig betont, seit dem Apple II ein langjähriger Unterstützer des Unternehmens zu sein, hat eigenen Angaben zufolge Probleme, seit Apple im November 2009 den ersten eigenen Retail Store in Frankreich eröffnete. In diesem Jahr hätten die 16 eBizcuss-Filialen allein im dritten Quartal mit einem 30-prozentigen Rückgang zu kämpfen gehabt. In diesem Zeitraum habe Apple nur eine geringe Zahl an iPad-2- und MacBook-Air-Exemplaren geliefert. Im vierten Quartal hätten die Filialen wiederum keine iPhone-4S-Lieferungen bekommen können.

Gleichzeitig stelle Apple Bedingungen, die die Händler zu hohen Investitionen zwängen. Dafür hätte sein Unternehmen insgesamt rund 5 Millionen Euro investiert – unter anderem für ein neues Kassensystem, das Apples Kriterien erfüllt. Auch schlage Apple den Kunden Preise für den Verkauf seiner Produkte vor, die unterhalb den Einkaufspreisen lägen, die Apple von den Händlern verlangt.

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