Britische Netzanbieter starten iPad-Subventionierung

Katia Giese
1

Gerade noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft kündigen britische Netzbetreiber ihren großen iPad-Verkaufscoup an: Erstmalig sollen auch die Apple Tablets subventioniert werden und es mit einem Gerätepreis ab 230 Euro noch zahlreicher auf die Gabentische schaffen.

Mit den Deals locken Orange, T-Mobile und Three gleichzeitig Neukunden in eine zweijährige Vertragsbeziehung, in denen beide Seiten mit Datenpaketen und anderen Serviceangeboten auf ihre Kosten kommen sollen. So gibt es beim Anbieter Three ein 15-GB-Paket für monatlich umgerechnet 30 Euro. Orange dagegen bietet zum gleichen Preis lediglich 2 GB Daten verteilt auf Peak- und Off-Peak-Zeiten an und legt dafür die Nutzung des WLAN-Netzes der British Telecom obendrauf. T-Mobile kommt mit 30 Euro für 2 GB Daten ohne WLAN am schlechtesten weg.

Ob die Netzbetreiber mit ihren Angeboten den Wünschen ihrer Kunden nah genug kommen, wird sich vor allem in der Vorweihnachtszeit zeigen. Trotz der subventionierten Geräte dürfte sich eine Vertragsbindung wohl jedoch nur für Kunden lohnen, die von einer ständigen 3G-Verbindung profitieren möchten. Dennoch ist der Auftakt der Briten wegbereitend für entsprechende Angebote in den USA und in Kontinentaleuropa. Ähnlich wie auf dem Smartphone-Markt und zusätzlich liberalisiert durch fehlenden Exklusivvertrieb dürfte dies einen interessanten Preiskampf eröffnen, von dem am Ende hoffentlich die Anwender profitieren.

Erledigt hat es sich damit wohl aber mit dem Gerücht um ein aktualisiertes iPad-Modell. So hieß es vor einigen Wochen noch, Apple könnte demnächst mit einem iPad 1.5 auf den Markt kommen, das die MicroSIM schon fest verbaut hat. Dies stünde im Widerspruch zu subventionierten Geräten, bei denen Anbieter einen SIM-Lock einrichten und das Gerät mit einer exklusiven SIM betreiben müssten.

Weitere Themen: iPad

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz