Das FBI-iPhone: Mit dem Apple-Handy auf Verbrecherjagd

Sebastian Trepesch

Dank James Bond wissen wir, für welche Einsatzmöglichkeiten Smartphones vorstellbar sind: Tresor knacken, Auto fernsteuern, Fingerabdrücke nehmen und so weiter. Zumindest letzteres könnte bald für das FBI Wirklichkeit werden – und zwar mit dem iPhone. Das FBiPhone:

FbF mobileOne ist eine Art Hülle von Fulcrum Biometrics, in die das iPhone oder der iPod touch gesteckt wird. Sie erweitert damit das Telefon um einen Sensor für Fingerabdrücke und einen Akku. Qualitativ hochwertige Abdrücke können 256 Graustufen aufgenommen werden. Die Bilder werden entweder lokal in einer Datenbank auf dem iOS-Gerät gespeichert, bis zu 5000 Einträge sind möglich. Oder sie werden zu einem System transferiert, das die Abdrücke mit den bestehenden Informationen abgleicht.

Fulcrum Biometrics hat das Gerät für Grenzkontrollen, forensische Untersuchungen, als Stechuhr und für Krankenhäuser entwickelt.

Laut einem Bericht von Cult of Mac will jetzt auch die amerikanische Ermittlungsbehörde, namentlich bekannt als FBI, auf das iPhone-Zubehör mobileOne bei der Verbrechensbekämpfung zurückgreifen. Im nächsten Jahr soll eine Testphase gestartet werden.

Denn Fingerabdrücke von Verdächtigen zu nehmen und abzugleichen, das dauere normalerweise recht lange und koste viel. Das FBI möchte hier Zeit und Geld sparen. Den Abdruck mit dem iPhone-Zubehör zu nehmen geht schnell, und die Daten können dank WLAN- oder Mobilfunkverbindung des Smartphones direkt mit der Datenbank der Ermittlungsbehörde geprüft werden. 599 US-Dollar kostet mobileOne, und damit deutlich weniger als das eigenständige biometrische System MORIS. Allerdings müssen bei mobileOne noch die Preise für das Smartphone addiert werden, sofern noch kein iPhone vorhanden ist. Die Fingerabdruckshülle unterstützt aktuell laut Herstellerangaben iPhone 3G, 3GS und 4.

Dem Android-System hat Fulcrum Biometrics übrigens eine Absage für solch professionelles Zubehör erteilt. Apples System sei die beständigste Plattform. iOS konzentriert sich auf einzelne Geräte, während es eine Vielzahl unterschiedlichster Android-Produkte gibt.

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