Die Apple-Gefangenen: Bullshit auf Focus Online

„Das Kult-Image bröckelt – Wie aus treuen Apple-Jüngern Gefangene wurden“ lautet ein Artikel auf focus.de. In Teilen möchte ich dem Kommentar zustimmen. Seine wichtigste These ist allerdings kompletter Bullshit.

Die Apple-Gefangenen: Bullshit auf Focus Online

„Missionarischen Eifer“ bescheinigt Autor Roman Becker den Besitzern von Apple-Produkten. Doch das Image des Konzerns bröckelt, weil die Innovationen fehlen. Die Fans des Elektronikkonzerns werden der Ansicht des Schreibers nach zunehmend zu Gefangenen. Was ist dran, an der Focus-Gastkolumne von Roman Becker, Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens „forum!“?

Apple-Kunden werden zu Gefangenen? Blödsinn.

Die These, dass Apple „seine Kunden zunehmend zu Gefangenen“ gemacht habe, ist schlichtweg falsch. Nein, uns Apple-Kunden werden keine Zwänge „nach und nach“ aufgetischt. Denn die Apple-Welt wurde in den letzten Jahren nicht wie behauptet verschlossener, sondern sogar offener. Drei Beispiele:

  1. Wer vor einigen Jahren einen Song im iTunes Store kaufte, konnte ihn nur in iTunes und auf dem iPod hören. Grund: der Kopierschutz (übrigens ein Wunsch der Musikindustrie...). Den gibt es nicht mehr, die Titel können wir auf Geräten aller möglichen Hersteller abspielen. Von alten Dateien lässt sich der Kopierschutz mit iTunes Match sogar entfernen. Und natürlich können wir auch unsere CD- und Download-Käufe von Amazon, Saturn und weiß der Kuckuck woher in iTunes anhören.
  2. Seit Apple auf Intel-Prozessoren setzt, können wir problemlos Windows auf unserem Mac installieren – eine Virtualisierungslösung ist nicht notwendig. Somit steht uns die komplette Windows-Softwarewelt offen.
  3. Bei Präsentation des ersten iPhones gab es keinen App Store. Wer weitere Software auf seinem Smartphone nutzen wollte, musste auf Web-Apps zurückgreifen (sofern überhaupt verfügbar). Jetzt bietet der Download-Shop über 900.000 Anwendungen verschiedenster Entwickler.

Klar: Das iPhone-Betriebssystem iOS ist mehr oder weniger ein geschlossenes System: Was in den App Store darf und was nicht, bestimmt Apple. Das war aber schon immer so, und ist deshalb keine Überraschung. Wer sich ein iPhone kauft, profitiert von den Vorteilen eines geschlossenen Systems und muss sich mit den Nachteilen abfinden.

Für die meisten dürften die Vorteile überwiegen – wir kaufen das iPhone ja nicht nur wegen der Hardware.

Fazit: Die Apple-Welt ist schon immer eine eigene, geschlossene Welt. Sie wird aber eher offener als geschlossener.

Eine weitere These von Becker: Apple fehle das Alleinstellungsmerkmal.

Seite 2: Fehlt Apple das Alleinstellungsmerkmal?

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